06 January 2026, 15:02

FDP-Duo eskaliert Stuttgarter Dreikönigsfeier mit Attacken gegen **Jan van Aken**

Zwei Männer in passenden Kostümen und Mützen, einer mit Brille, sitzen und spielen verschiedene Musikinstrumente, mit sichtbaren Musikanlagen dahinter.

Liberal Muppet Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - FDP-Duo eskaliert Stuttgarter Dreikönigsfeier mit Attacken gegen **Jan van Aken**

Politisches Traditionsevent in Stuttgart eskaliert: FDP-Politiker sorgen mit Störaktion für Eklat

Was eigentlich eine klassische politische Veranstaltung in Stuttgart werden sollte, entwickelte sich diese Woche zu einem spektakulären Schaulaufen, nachdem zwei Spitzenpolitiker der Freien Demokratischen Partei (FDP) die Feierlichkeiten mit Zwischrufen und Späßen unterbrachen. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann inszenierten sich bei der Stuttgarter Dreikönigsfeier wie eine moderne Version von Statler und Waldorf aus der Muppet Show – doch ihre Kommentare mündeten schnell in scharfe Angriffe gegen die Linke und deren Co-Vorsitzenden Jan van Aken.

Das Duo nahm van Aken von einer Empore über der Bühne ins Visier und löste mit einer Mischung aus Satire und politischen Vorwürfen eine Kontroverse aus.

Der Eklat begann, als sich Kubicki und Strack-Zimmermann in einer Logenposition über der Opernbühne postierten. In Anlehnung an die grantigen Störenfriede der Muppet Show unterbrachen sie die Reden mit sarkastischen Einwürfen. Strack-Zimmermann scherzte, sie sei „nicht Miss Piggy“, deutete aber an, Kubicki könnte „Kermit“ sein – was bei Teilen des Publikums für Heiterkeit sorgte.

Doch bald schlug der Ton um: Kubicki wechselte zu politischen Spitzen und warf dem Linken-Co-Chef van Aken vor, linke Gewalt zu verharmlosen. Er unterstellte ihm, es für legitim zu halten, „die Reichen abzuschießen und Milliardäre zu enteignen“, und präsentierte dies als vermeintlich höheren Zweck. Kubicki ging noch weiter und warnte, eine linksextreme Terrorgruppe könnte eine Großstadt lahmlegen – eine Drohkulisse, die er mit der Rhetorik der Linken verknüpfte. Doch damit nicht genug: In einer skurrilen Wendung „riet“ Kubicki dem früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew scherzhaft, im Falle einer Entführung eines deutschen Politikers lieber van Aken statt Friedrich Merz ins Visier zu nehmen. Der Kommentar bezog sich vage auf die aktuellen Spannungen rund um die Ukraine, hatte jedoch keinen erkennbaren Bezug zu tatsächlichen Äußerungen oder Handlungen Medwedews.

Die sonst eher formelle Veranstaltung für politische Ansprachen wurde zum Stadtgespräch, als Videos der Störaktion online die Runden machten. Veranstalter und Gäste waren gespalten – zwischen Amüsement und Empörung über den unkonventionellen Auftritt des FDP-Duos.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf den konfrontativen Stil der FDP, bei dem Kubicki und Strack-Zimmermann Humor als Verstärker für politische Angriffe nutzen. Ihre Äußerungen zu van Aken und Linksextremismus haben die Debatte neu entfacht, wie weit Satire in der politischen Auseinandersetzung gehen darf. Die Linke hat sich bisher nicht direkt zu den Vorwürfen geäußt.