09 May 2026, 02:16

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – warum die Krise jetzt zuschlägt

Grafik mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen" zeigt Produktivitätsanstieg ohne entsprechenden Nutzen für die Mittelschicht.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – warum die Krise jetzt zuschlägt

Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an

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Das familiengeführte Automatisierungstechnik-Unternehmen Festo mit Sitz in Esslingen hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines weltweiten Transformationsprogramms, das Wachstum und Effizienz angesichts von Markt Herausforderungen steigern soll. CEO Thomas Böck betonte, dass sofortiges Handeln notwendig sei, um die starke Position des Unternehmens zu erhalten.

Die Stellenstreichungen folgen auf drei Jahre mit rückläufigen Umsätzen. 2025 sanken Festos Erträge um 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro. Als Gründe für die Umstrukturierung nannte das Unternehmen veränderte globale Märkte, wachsende Konkurrenz aus Asien sowie geopolitische Instabilität.

Weltweit beschäftigt Festo rund 20.600 Mitarbeiter, davon etwa 8.200 in Deutschland. Die geplanten Kürzungen sollen operative Veränderungen finanzieren, darunter die Straffung von Prozessen am Heimatstandort. Das Unternehmen ist spezialisiert auf industrielle Automatisierung und bietet pneumatische Systeme, Software sowie KI-gestützte Lösungen an.

CEO Böck warnte, dass Verzögerungen die Wettbewerbsfähigkeit von Festo schwächen könnten. Unterdessen verurteilte die Gewerkschaft IG Metall die Entlassungen und argumentierte, sie würden die industrielle Basis Deutschlands gefährden. Das Unternehmen besteht darauf, dass die Änderungen notwendig seien, um die Zukunft in den Bereichen Automatisierung und technische Bildung zu sichern.

Durch die Umstrukturierung wird die Belegschaft in Deutschland um etwa 16 Prozent reduziert. Festo strebt an, seine Führungsrolle in der Automatisierung auszubauen und sich gleichzeitig an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Die Transformation soll die Unternehmensstrukturen bis Ende 2026 neu ausrichten.

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