01 January 2026, 06:50

Freiburg besteuert Einwegverpackungen – und macht To-go-Essen teurer

Ein Geschäftsvorplatz mit verschiedenen Artikeln wie Getränkedosen, Speisekarten, einer Uhr, Gewürzen in Plastikbehältern, Gewürzen, Werbetafeln und Namensschildern unter einem Himmel.

Freiburg führt Abgabe auf Einwegverpackungen ein - Freiburg besteuert Einwegverpackungen – und macht To-go-Essen teurer

Freiburg führt ab 2023 eine Abgabe auf Einwegverpackungen für Essen und Getränke ein

Mit der neuen Steuer will die Stadt den Verbrauch von Einwegprodukten reduzieren, indem sie diese für Verbraucher:innen teurer macht. Laut Stadtverwaltung sollen allein im ersten Jahr rund 2,2 Millionen Euro eingenommen werden.

Die Abgabe sieht vor, dass jeder Einweg-Becher, jede Essensschale oder Menüverpackung in Freiburg um 50 Cent teurer wird. Selbst einzelne Artikel wie Besteck oder Trinkhalme über 10 Zentimeter Länge werden mit 20 Cent zusätzlich belastet. Jede Einwegkomponente einer To-go-Mahlzeit wird separat besteuert – was die Kosten für Kund:innen weiter in die Höhe treibt.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn setzt sich seit Langem für den Umstieg auf Mehrwegsysteme ein. Seine "Mehrweg-Initiative" fördert die Nutzung von spülbaren, langlebigen Alternativen bei städtischen Veranstaltungen und Märkten. Die Ausarbeitung und Umsetzung des Programms liegt in den Händen des Amts für Umweltschutz und Energie. Thekla Walker, die grüne Umweltministerin Baden-Württembergs, unterstützt die Abgabe als praktischen Schritt zur Müllvermeidung. Tübingen hatte als erste Stadt im Land eine ähnliche Lenkungsabgabe erprobt und damit den Weg für Freiburgs umfassenderen Ansatz geebnet.

Durch die neuen Gebühren werden To-go-Mahlzeiten in Freiburg teurer. Die Stadt hofft, dass die Steuer Unternehmen und Verbraucher:innen dazu bewegt, auf Mehrweglösungen umzusteigen. Die Einnahmen sollen in weitere Maßnahmen zur Abfallvermeidung fließen.