Freiburger Apotheker meldet trotz Millionenumsätzen Insolvenz an
Markus Vivell, ein 53-jähriger Apotheker, hat trotz Umsätzen von jährlich sieben bis acht Millionen Euro mit seinen beiden Freiburger Apotheken Insolvenz angemeldet. Die einst blühenden Easy Apothecary-Filialen sind seit dem 19. November 2022 vorläufig geschlossen. Vivell führt die finanziellen Schwierigkeiten auf steigende Schulden und die Folgen der Pandemie zurück.
Die erste Easy Apothecary eröffnete Vivell 2010 im Freiburger Hauptbahnhof. Während der Pandemie expandierte das Geschäft mit einer zweiten Filiale, doch bald machten sich sinkende Kundenzahlen bemerkbar. Die Schulden belaufen sich nach seinen Angaben auf deutlich mehr als 100.000 Euro – er spricht von "sehr hohen" Beträgen, verursacht durch Altlasten und steigende Kosten.
Die Pandemie traf die Laufkundschaft hart und verschärfte die finanzielle Not der Apotheken. Vivell steht derzeit in Verhandlungen mit einem vorläufigen Insolvenzverwalter, um über die Zukunft seiner Betriebe zu entscheiden. Die Zentrale des Easy-Apothecary-Franchise in Düsseldorf begleitet den Prozess mit Beratungsunterstützung.
Beide Standorte bleiben vorerst geschlossen, während die Gespräche laufen. Vivells Insolvenzantrag unterstreicht die Herausforderungen, mit denen Einzelhandelsapotheken während und nach der Pandemie konfrontiert sind. Das Ergebnis der Verhandlungen mit den Gläubigern wird zeigen, ob die Apotheken wiedereröffnen können oder endgültig schließen müssen.






