09 January 2026, 02:23

Freiburger Ausbildungsmarkt wächst – doch viele Stellen bleiben unbesetzt

Ein Zug auf einem Bahngleis mit Steinen und Stangen in der Nähe und Text auf dem Zug.

Freiburger Ausbildungsmarkt wächst – doch viele Stellen bleiben unbesetzt

Ausbildungsmarkt in Freiburg und Offenburg: Wachstum und Herausforderungen

Der Ausbildungsmarkt in Freiburg und Offenburg präsentiert sich mit einer Mischung aus positiven Entwicklungen und anhaltenden Problemen. Zwar steigen die Zahlen der Jugendlichen, die einen Ausbildungsvertrag abschließen, doch viele Stellen bleiben aufgrund von Qualifikationslücken unbesetzt. Trotz wirtschaftlicher Belastungen verzeichnen lokale Agenturen eine stabile Nachfrage nach Auszubildenden in Schlüsselbranchen.

Die Handwerkskammer Freiburg meldet für das Jahr 2025 einen Anstieg der Ausbildungsverträge um 7 Prozent – den stärksten Zuwachs seit 20 Jahren. Dieses Wachstum steht im Kontrast zu industriellen Sektoren, wo immer weniger Bewerber die Anforderungen erfüllen. Aktuell kommen in Freiburg auf jede Bewerbung fünf offene Ausbildungsplätze.

Spitzenreiter bei den neuen Verträgen ist der Hotel- und Gastgewerbebereich, während die Industrie weiterhin Schwierigkeiten hat, ihre Stellen zu besetzen. Gleichzeitig besitzen 27 Prozent der neuen Auszubildenden im Freiburger Handwerk eine ausländische Staatsbürgerschaft. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein stellt fest, dass mittlerweile jeder fünfte Azubi aus dem Ausland stammt, auch wenn die genauen Herkunftsländer für 2025 noch nicht veröffentlicht wurden. In Offenburg zeigt sich ein ähnliches Bild: Das Angebot an Ausbildungsplätzen übersteigt die Nachfrage bei Weitem. Beide Städte berichten trotz übergeordneter wirtschaftlicher Sorgen von stabilen Bedingungen. Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft – drei Viertel planen, ihre Auszubildenden nach Abschluss der Lehre dauerhaft zu übernehmen.

Der regionale Ausbildungsmarkt spiegelt somit sowohl Chancen als auch Defizite wider. Während immer mehr Auszubildende mit ausländischen Wurzeln handwerkliche Berufe ergreifen, kämpfen Branchen weiterhin mit Fachkräftemangel. Angesichts des Ziels vieler Betriebe, ihre Azubis langfristig zu halten, bleibt die zentrale Aufgabe, Bewerber und freie Stellen besser zusammenzubringen.