01 February 2026, 06:40

Freiburger Forscher leiten neues Frühwarnsystem gegen gefährliche Tiergrippeviren

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem steht: "Sichere, aktualisierte Impfungen verfügbar für alle drei wichtigsten Grippe- und Erkältungsviren im Herbst und Winter."

Freiburger Forscher leiten neues Frühwarnsystem gegen gefährliche Tiergrippeviren

Bundesweites Frühwarnsystem für Tiergrippeviren unter Leitung der Universität Freiburg

Ein neues bundesweites Frühwarnsystem für Grippeviren bei Tieren wird unter der Federführung der Universität Freiburg aufgebaut. Das Projekt mit dem Namen FLU-PREP zielt darauf ab, Viren zu erkennen, die von Tieren auf den Menschen übergreifen könnten, noch bevor sie zu einer größeren Bedrohung werden. Die Initiative wird mit Bundesmitteln in Höhe von 3,5 Millionen Euro gefördert, wobei fast eine Million Euro an das Freiburger Forschungsteam fließt.

Das System konzentriert sich auf die Identifizierung von Influenzaviren bei Tieren, die ein Risiko für eine Übertragung auf den Menschen darstellen. Durch die frühzeitige Analyse dieser Erreger soll das Projekt ihr Potenzial bewerten, Pandemien auszulösen. Die Erkenntnisse werden helfen, Diagnostik und Präventionsstrategien schneller anzupassen, sodass Behörden Infektionsketten unterbrechen können, bevor sie sich ausbreiten.

Professor Martin Schwemmle von der Universität Freiburg wird die zentrale Laborplattform leiten. Sein Team wird genetische und biologische Analysen der gesammelten Viren durchführen. Das Projekt folgt dem One-Health-Ansatz, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt vernetzt, um neu auftretende Bedrohungen wirksamer zu bekämpfen.

An dem Konsortium sind mehrere führende Institutionen beteiligt, darunter das Robert Koch-Institut, das Friedrich-Loeffler-Institut, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Universität Münster und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Jeder Partner bringt Fachwissen ein, um das Überwachungs- und Reaktionssystem zu stärken.

Das FLU-PREP-Projekt wird mit 3,5 Millionen Euro Bundesförderung umgesetzt und sichert so eine solide Forschungsgrundlage und Koordination. Die frühzeitige Erkennung hochriskanter Grippeviren könnte zu schnelleren Anpassungen in der Diagnostik und bei öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen führen. Der Erfolg des Systems könnte die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Pandemien verringern, die von Tier-zu-Mensch-Übertragungen ausgehen.