Freiburgs erste Wasserstofftankstelle startet – grüner Antrieb für die Müllabfuhr
Nadeschda HolzapfelFreiburgs erste Wasserstofftankstelle startet – grüner Antrieb für die Müllabfuhr
In Freiburg-Eichelbuck ist eine neue Wasserstofftankstelle in Betrieb gegangen – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Verkehrswende. Die Anlage versorgt die städtische Abfallflotte, die künftig vollständig mit Brennstoffzellenfahrzeugen betrieben wird. An dem Projekt beteiligt sind die Stadt Freiburg, die badenova AG & Co. KG sowie die ASF Solar GmbH, ein Joint Venture von ASF und badenovaWÄRMEPLUS.
Die Tankstelle markiert die erste Phase eines Vorhabens, das langfristig eine eigenständige Wasserstoffversorgung auf dem Gelände der ehemaligen Deponie schaffen soll. Bis 2025 entsteht auf der Ostböschung der Deponie ein 2,4 Hektar großer Solarpark mit einer Leistung von rund 2,6 Megawatt Peak (MWp). Die hier erzeugte Energie soll ab 2026 in eine Elektrolyseanlage fließen, deren Bau dann beginnen wird.
Die Elektrolyseanlage wird jährlich bis zu 140 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren – vollständig betrieben mit dem vor Ort erzeugten Solarstrom. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf etwa 8 Millionen Euro, wobei bereits 4,25 Millionen Euro durch Fördermittel gesichert sind. Freiburg strebt bis 2035 Klimaneutralität an, und die Verantwortlichen sehen in dem Projekt einen zentralen Baustein auf diesem Weg.
Das Vorhaben dient als Vorbild für die Region und soll die Verbreitung von Wasserstofftechnologie beschleunigen. Zwar liegen noch keine konkreten Zahlen vor, doch rechnet die Stadt damit, dass bis Ende 2026 weitere kommunale Abfallfahrzeuge auf grünen Wasserstoff umgestellt werden.
Die Tankstelle ist bereits in Betrieb und unterstützt die emissionsfreie Abfallflotte Freiburgs. Mit dem noch ausstehenden Solarpark und der Elektrolyseanlage wird der Standort bald eigenen grünen Wasserstoff erzeugen. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung und Energieunternehmen zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren und die erneuerbare Infrastruktur voranzubringen.






