Freiburgs neues Energiezentrum verwandelt Abwärme in grüne Wärme für Tausende Haushalte
Nadeschda HolzapfelFreiburgs neues Energiezentrum verwandelt Abwärme in grüne Wärme für Tausende Haushalte
Im Industriegebiet Nord von Freiburg entsteht ein großes Energiezentrum, das industrielle Abwärme in eine nachhaltige Ressource verwandeln soll. Das Projekt wird klimafreundliche Wärme in das städtische Fernwärmenetz einspeisen. Nach Angaben der Verantwortlichen handelt es sich dabei um einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu Freiburgs Ziel, bis 2035 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Die neue Anlage wird mehrere Stadtteile mit Wärme versorgen, darunter Landwasser, Lehen, Betzenhausen und Mooswald. Zudem wird sie das Industriegebiet Nord sowie das geplante Quartier Dietenbach anbinden. Die Bauarbeiten laufen bereits: Zwei Wärmepumpen mit je 15 Megawatt Leistung und sechs Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 200 Kubikmetern sind bereits installiert.
Das System nutzt die Abwärme aus den Produktionsprozessen des Chemieunternehmens Rieger+Ludwig GmbH & Co. KG. Nach Abschluss der ersten Ausbaustufe werden mindestens 85 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien und rückgewonnener Abwärme stammen. Ab Ende 2025 soll das Energiezentrum jährlich bis zu 60 Gigawattstunden saubere Wärme liefern.
Durch das Projekt werden jährlich rund 23.600 Tonnen CO₂ eingespart. Diese Reduktion unterstützt Freiburgs Energiewende und sichert gleichzeitig eine stabile, umweltfreundliche Wärmeversorgung für Haushalte und Unternehmen.
Das Energiezentrum unterstreicht Freiburgs Engagement für eine grünere Zukunft. Es wird Tausende Haushalte zuverlässig mit Wärme versorgen und dabei die Emissionen deutlich senken. Die erste Phase soll bereits Ende 2025 in Betrieb gehen.