Fürths bitteres 1:2 gegen Hertha BSC bringt den Abstieg in greifbare Nähe
Antonio SchleichFürths bitteres 1:2 gegen Hertha BSC bringt den Abstieg in greifbare Nähe
SpVgg Greuther Fürth steht vor dem Abstieg nach kostbarer 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC
Nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen Hertha BSC steht die SpVgg Greuther Fürth kurz vor dem Abstieg in die Dritte Liga. Mit nur noch einem Spieltag bleibt der Verein auf dem vorletzten Platz der 2. Bundesliga – ein spätes Ehrentor von Noël Futkeu änderte nichts mehr am Ergebnis.
Nun steht Fürth im letzten Saisonspiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Zugzwang: Nur ein Sieg könnte den ersten Abstieg in die drittklassige Liga seit fast 30 Jahren verhindern.
Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl ging mit dem Rücken zur Wand in die Partie, denn nur ein Erfolg hätte die direkte Relegation abwenden können. Kurzzeitig keimte Hoffnung auf, als Herthas Josip Brekalo in der 32. Minute mit Rot vom Platz flog – die Berliner mussten fast 60 Minuten in Unterzahl spielen. Doch trotz des personellen Vorteils gelang es den Fürthern nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen.
Die Wende brachte ein unerwarteter Akteur: Der erst 16-jährige Kennet Eichhorn schrieb Geschichte, als er Hertha mit 1:0 in Führung schoss – und damit zum jüngsten Torschützen der 2. Bundesliga aller Zeiten wurde. Michael Cuisance besiegelte den Sieg der Gäste in der 84. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss. Futkeus Anschlusstreffer in der 88. Minute kam zu spät, um die Niederlage noch abzuwenden.
Mit der Niederlage liegt Fürth nun drei Punkte hinter Düsseldorf und Eintracht Braunschweig, die beide die bessere Tordifferenz aufweisen. Arminia Bielefeld, aktuell auf dem Relegationsplatz, hat zwei Zähler Vorsprung. Das letzte Saisonspiel gegen Düsseldorf wird über Verbleib oder Abstieg entscheiden – nach 27 ununterbrochenen Jahren in Deutschlands obersten beiden Ligen.
Seit dem Aufstieg 1997 war Fürth durchgehend in Bundesliga oder 2. Bundesliga vertreten. Eine Niederlage oder ein Remis im letzten Spiel würde diese lange Ära beenden.
Die Fürther müssen nun unbedingt gewinnen, um überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Selbst ein Sieg könnte am Ende nicht reichen, sollten andere Ergebnisse gegen sie sprechen. Die Zukunft des Traditionsvereins im Profifußball hängt damit an einem einzigen Spiel – nach fast drei Jahrzehnten in den oberen Spielklassen.






