Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein in Pforzheim
Nadeschda HolzapfelVerdacht auf Geldwäsche bei Füßballteam - Männer in Haft - Geldwäsche-Ermittlungen erschüttern Fußballverein in Pforzheim
Geldwäscheermittlungen führen zu Festnahmen bei Fußballverein GU-Türkischer SV Pforzheim
Eine Geldwäscheuntersuchung hat zur Verhaftung zweier Männer geführt, die mit dem GU-Türkischer SV Pforzheim, einem Fußballverein aus der Region Pforzheim, in Verbindung stehen. Bei Polizeirazzien am 12. März 2026 wurden 220.000 Euro in bar sichergestellt. Dies folgte auf eine vorherige Kontrolle am Flughafen, bei der 29 Vereinsmitglieder 215.000 Euro mit sich führten, die angeblich in die Türkei gebracht werden sollten.
Der Fall begann am 7. Februar, als Behörden am Flughafen Stuttgart 29 Mitglieder des Vereins stoppten. Bei ihnen wurden rund 215.000 Euro Bargeld gefunden, die sie laut Verdacht aus Deutschland ausführen wollten. Dies löste weitere Ermittlungen zu den Finanzaktivitäten des Vereins aus.
Am 12. März führten Ermittler zehn Durchsuchungen in und um Pforzheim durch. Dabei beschlagnahmten sie etwa 220.000 Euro in bar und nahmen zwei Hauptverdächtige fest. Ein Ermittlungsrichter erließ später Haftbefehle gegen beide Männer.
Den beiden wird vorgeworfen, seit 2022 durch kriminelle Machenschaften Edelmetalle im Wert von mehreren Millionen Euro erworben zu haben. Zudem stehen sie im Verdacht, Bargeld aus dem Verkauf dieser Metalle illegal aus dem Land geschmuggelt zu haben. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden mögliche weitere Verbindungen zum Verein prüfen.
Die beiden Hauptverdächtigen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Insgesamt wurden bei der Flughafenkontrolle und den Razzien über 435.000 Euro sichergestellt. Der Fall wirft Fragen zu illegalen Geldströmen im Zusammenhang mit lokalen Fußballvereinen auf.