Gericht stoppt Linke: AfD-Politiker gewinnen Prozess um Parkinson-Vorwürfe
Antonio SchleichGericht stoppt Linke: AfD-Politiker gewinnen Prozess um Parkinson-Vorwürfe
Ein Gericht in Rostock hat zwei Kreisverbänden der Linken untersagt, die Behauptung zu wiederholen, Politiker der AfD hätten die Parkinson-Symptome eines Abgeordneten verspottet. Das Urteil folgt auf einen Rechtsstreit über eine Pressemitteilung, die nach einer Landtagssitzung im April 2025 veröffentlicht worden war. Dreizehn AfD-Abgeordnete hatten eine einstweilige Verfügung beantragt und argumentiert, die Vorwürfe seien falsch und rufschädigend.
Der Konflikt hatte seinen Ursprung in einer Parlamentssitzung im April 2025, als ein Politiker der Linken AfD-Mitgliedern vorwarf, seine Parkinson-Symptome nachgeahmt zu haben. Die AfD wies den Vorwurf zurück, und dreizehn ihrer Abgeordneten gingen rechtlich gegen die anschließende Pressemitteilung der Linken vor. Ein Gericht erster Instanz hatte Teile des Antrags zunächst abgelehnt, jedoch Bedenken gegen eine konkrete Formulierung aufrechterhalten.
Das Oberlandesgericht Rostock entschied später, dass die Linke ihre Anschuldigungen nicht beweisen könne. Die Richter verwiesen darauf, dass keine anderen Abgeordneten eine Verspottung beobachtet hätten, was Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Vorwurfs aufkomme. Zwar räumte das Gericht ein, dass Politiker einer strengeren öffentlichen Prüfung unterlägen, doch persönliche Beleidigungen gingen zu weit.
Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Enrico Schult bezeichnete das Urteil als Bestätigung und warf der Linken vor, unbegründete Vorwürfe verbreitet zu haben. Sein Kollege Thore Stein warf der Linken vor, bewusst falsche Anschuldigungen erhoben zu haben, um die AfD zu diskreditieren. Das Gericht kam schließlich zu dem Schluss, dass die umstrittenen Äußerungen die persönlichen Rechte der AfD-Abgeordneten verletzt hätten.
Das Urteil verbietet den Kreisverbänden der Linken, die beanstandeten Behauptungen zu wiederholen. Es unterstreicht zudem die Grenzen politischer Äußerungen, wenn es um persönliche Angriffe geht. Die betroffenen AfD-Politiker haben damit rechtlichen Schutz gegen die Vorwürfe erwirkt.






