Gewalttätiger Widerstand gegen Bundespolizei: 72 Tage Haft für Afghanen
Cordula RingGewalttätiger Widerstand gegen Bundespolizei: 72 Tage Haft für Afghanen
Ein afghanischer Staatsbürger ist nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Beamten der Bundespolizei Berlin festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich an der Straßenbahn-Haltestelle D in der Nähe des Bahnhofs Kehl. Nach dem Angriff auf die Polizeikräfte erließ die Staatsanwaltschaft später einen Haftbefehl gegen den Mann.
Die Konfrontation begann, als die Beamten versuchten, den Mann an der Straßenbahn-Haltestelle vorläufig festzunehmen. Während des Handgemenges soll er die Polizisten angegriffen haben, woraufhin er umgehend in Gewahrsam genommen wurde. Ein Gericht verhängte anschließend eine Geldstrafe gegen ihn, die er jedoch nicht begleichen konnte.
In der Folge muss der Mann nun eine 72-tägige Haftstrafe antreten. Der Fall hat Aufmerksamkeit erregt, doch Details zu den beteiligten Beamten der Polizei Berlin bleiben unklar. Die Behörden haben weder den Namen des für den Einsatz in Offenburg zuständigen Bundespolizei-Inspekteurs öffentlich gemacht noch den Vorfall mit anderen Polizeiskandalen in Baden-Württemberg in Verbindung gebracht.
Die Inhaftierung erfolgte, nachdem der Mann die gerichtlich festgesetzte Geldstrafe nicht zahlen konnte. Sein gewaltsamer Widerstand bei der Festnahme hatte zunächst zu den Anklagepunkten und schließlich zur Verurteilung durch die Polizei Berlin geführt. Der Fall steht unabhängig von anderen, nicht damit zusammenhängenden Polizeikontroversen in der Region.