06 February 2026, 22:53

Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch Details bleiben geheim

David Letterman, gekleidet in Anzug und Krawatte, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal – doch Details bleiben geheim

Der deutsche Musiker Gil Ofarim hat in einem jüngsten TV-Auftritt sein Schweigen zum Davidstern-Skandal von 2021 gebrochen. Der Streit begann, als er einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels der antisemitischen Äußerung bezichtigte – Vorwürfe, die er später vor Gericht als falsch eingestand. Nach Jahren juristischer Auseinandersetzungen äußerte er sich nun erneut, doch Details bleiben aufgrund einer Vertraulichkeitsvereinbarung begrenzt.

Der Vorfall sorgte erstmals im Oktober 2021 für Schlagzeilen, als Ofarim öffentlich behauptete, ein Angestellter des Leipziger Hotels habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Er bezeichnete die Bemerkung als antisemitisch und verbreitete die Geschichte weitläufig in den sozialen Medien. Das Hotel hingegen bestritt stets, dass ein solcher Kommentar gefallen sei.

Im November 2023 räumte Ofarim vor Gericht ein, dass seine Schilderung unwahr gewesen war. Dennoch beharrte er darauf, dass die Überwachungsaufnahmen des Hotels manipuliert worden seien. Er behauptete, es fehlten Sekunden in der Aufnahme, und die im Netz kursierende Version sei nicht das Original. Die Rechtsvertretung und die Hotelleitung wiesen diese Vorwürfe in einer Stellungnahme vom 5. Februar 2026 als haltlos und verleumderisch zurück. Sie bestätigten die Echtheit des Videomaterials und kündigten weitere rechtliche Schritte an.

Ofarim argumentierte zudem, ein Zeuge habe bestätigt, dass er die Kette getragen habe, obwohl sie auf den Hotelaufnahmen nicht zu sehen sei. Später zahlte er 10.000 Euro Entschädigung, aufgeteilt an die jüdische Gemeinde Leipzigs und die Stiftung für die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Während eines Lagerfeuer-Gesprächs bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! sprach er den Skandal kurz an, verwies jedoch auf die Vertraulichkeitsklausel als Grund, warum er keine weiteren Details preisgeben könne.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Komplexität falscher Anschuldigungen und deren Folgen. Ofarims gerichtliches Geständnis und die vehemente Zurückweisung der Manipulationsvorwürfe durch das Hotel lassen die juristische Auseinandersetzung ungelöst. Da beide Seiten an ihren Positionen festhalten, sind weitere rechtliche Schritte zu erwarten.