Gil Ofarims Dschungel-Auftritt entfacht alte Antisemitismus-Lüge neu
Nadeschda HolzapfelGil Ofarims Dschungel-Auftritt entfacht alte Antisemitismus-Lüge neu
Gil Ofarims Auftritt bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! hat die Kontroverse um sein früheres Verhalten neu entfacht. Der Sänger, der bereits vor der Show eine polarisierende Figur war, sah sich nach seiner falschen Anschuldigung gegen einen Hotelmitarbeiter wegen Antisemitismus im Jahr 2021 scharfer Kritik seiner Camp-Kollegen ausgesetzt. Aktuelle Auseinandersetzungen in der Sendung haben den ungelösten Streit wieder in den Fokus gerückt.
Der Konflikt begann 2021, als Ofarim öffentlich behauptete, ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels habe ihm gegenüber antisemitische Bemerkungen gemacht. Später stellte sich heraus, dass die Vorwürfe erfunden waren. Vor Gericht gab er zu, die Geschichte erfunden zu haben, entschuldigte sich und willigte ein, 10.000 Euro zu zahlen – aufgeteilt zwischen gemeinnützigen Organisationen und einer Entschädigung für den zu Unrecht beschuldigten Angestellten. Das Verfahren wurde gegen eine Auflagenentscheidung eingestellt, die in der Regel Vertraulichkeitsklauseln enthält, um eine Wiedereröffnung des Falls zu verhindern.
In der Reality-Show kam es zum Eklat, als die Mitkandidatin Ariel Ofarim mit dem Vorfall konfrontierte. Ariel warf ihm vor, über eine angebliche Schweigepflicht gelogen zu haben, die Ofarim als Grund angab, warum er sich nicht äußern dürfe. Mirja du Mont, eine weitere Teilnehmerin, bezeichnete sein ausweichendes Verhalten als schlichtes Desinteresse, die Angelegenheit aufzuarbeiten. Der Hotelmitarbeiter, der von jedem Fehlverhalten freigesprochen wurde, hatte Ofarim zuvor wegen Verleumdung und falscher Anschuldigungen verklagt.
Ofarim hat sich während seiner Zeit in der Show nicht zu dem Vorfall geäußert. In einem Gespräch räumte er jedoch ein, dass seine Motivation für die Teilnahme finanzieller Natur sei – er brauche das Geld, um Rechnungen zu begleichen und seine Kinder zu unterstützen.
Die juristische Beilegung von Ofarims falscher Behauptung umfasste Zahlungen und eine Entschuldigung, doch die Kontroverse bleibt bestehen. Seine Weigerung, die Angelegenheit in der Sendung offen zu thematisieren, hat ihm weitere Kritik von Mitkandidaten eingebracht. Die Auflagenentscheidung gilt weiterhin und schränkt ein, was er ohne rechtliche Konsequenzen sagen darf.