Göppingen erklärt Innenstadt nach Schießereien zur waffenfreien Zone
Cordula RingNach Gewalt: Göppingen errichtet Waffenverbotszone - Göppingen erklärt Innenstadt nach Schießereien zur waffenfreien Zone
Göppingen führt ab diesem Donnerstag eine waffenfreie Zone in der Innenstadt ein. Die Maßnahme erfolgt nach einer Reihe bewaffneter Vorfälle, darunter eine Schießerei in einer Bäckerei und ein Angriff in einer lokalen Kneipe. Die Behörden hoffen, dass das Verbot die öffentliche Sicherheit bis Ende April verbessert.
Die Entscheidung folgt auf zwei jüngste Gewaltvorfälle in der Stadt. Mitte Januar wurden Schüsse auf eine Bäckerei im Zentrum abgefeuert. Zwei Tatverdächtige wurden später festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Nur wenige Wochen nach dem Bäckerei-Angriff eröffnete ein unbekannter Mann in einer Kneipe das Feuer. Bei diesem Vorfall wurden keine Verletzungen gemeldet. Die Ermittler prüfen nun mögliche Verbindungen zu bandenbezogener Gewalt in der weiteren Region Stuttgart.
Göppingen ist nicht die erste Stadt in Baden-Württemberg, die solche Beschränkungen durchsetzt. Stuttgart und Mannheim verfügen bereits über ähnliche Zonen. Allerdings ist das Göppinger Verbot befristet und gilt nur bis Ende April. Die Regelung verbietet explizit Schusswaffen und Messer im ausgewiesenen Bereich.
Die waffenfreie Zone umfasst ab dieser Woche zentrale Teile Göppingens. Die Polizei wird die Einhaltung überwachen, um weitere bewaffnete Vorfälle zu verhindern. Das Verbot spiegelt die wachsenden Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit in der Region wider.