30 June 2026, 12:18

Gorleben: Atomlager bleibt 20 Jahre länger offen – trotz Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben: Atomlager bleibt 20 Jahre länger offen – trotz Sicherheitsbedenken

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt 20 Jahre länger in Betrieb

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Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird seine Betriebserlaubnis um weitere 20 Jahre über die aktuelle Frist hinaus verlängern. Die Anlage wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Zwischenlager. Dort lagern abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle in speziellen Castor-Behältern. Zwischen 1995 und 2011 lösten die Transporte dieser Behälter nach Gorleben jeweils großangelegte Proteste aus.

Betreiber BGZ begründet die Verlängerung der Genehmigung vor allem mit Sicherheitsaspekten. Laut Plan sollen künftig alle zehn Jahre regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen stattfinden. Seit 2024 errichtet BGZ zudem eine zehn Meter hohe Schutzbarriere aus Stahlbeton um das Gelände.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Parallel dazu läuft die bundesweite Suche nach einem Endlager für die radioaktiven Abfälle weiter – die ursprünglich für 2031 geplante Inbetriebnahme eines solchen Lagers wird voraussichtlich nicht gehalten.

Die aktuelle Betriebsgenehmigung für Gorleben sollte 2034 nach 40 Jahren auslaufen. Durch die Verlängerung bleibt die Anlage nun so lange in Betrieb, bis eine langfristige Lösung gefunden ist. Sowohl Aufsichtsbehörden als auch Atomkraftgegner werden den Prozess genau beobachten.

Quelle