Grevenbroich kämpft gegen steigende Kreisumlage und drohende Kürzungen
Wenzel WeinholdGrevenbroich kämpft gegen steigende Kreisumlage und drohende Kürzungen
Grevenbroich steht unter wachsendem Finanzdruck durch steigende Kosten des Rhein-Kreises Neuss. Die jährliche Kreisumlage – eine feste Abgabe, die Städte an den Kreis leisten müssen – ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Bis 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen die vollen Zahlungen voraussichtlich nicht mehr decken, was tiefgreifende Kürzungen bei lokalen Leistungen erzwingen wird.
Die Kreisumlage finanziert zwar wichtige regionale Dienstleistungen, doch ihre wachsende Belastung lässt Städte wie Grevenbroich mit weniger Geld für Schulen, Straßen und soziale Programme zurück. Bürgermeister Klaus Krützen warnt, dass die steigenden Abgaben lokale Investitionen in essenzielle Projekte und die Gemeinschaftsförderung untergraben.
Krützen drängt den Rhein-Kreis Neuss zu entschlossenerem Handeln, um die Belastung zu verringern. Er unterstützt Vorschläge der Kommunalverbände, die ein verbindliches Sparziel im Haushalt des Kreises fordern. Konkret plädiert er für eine verpflichtende Kürzung um zwei Prozent – den sogenannten Globalen Minderaufwand –, um die Abgabenlast der Städte zu begrenzen.
Viele Gemeinden wenden dieses Instrument bereits seit Langem selbst an und argumentieren, es sorge für eine faire, solidarische Unterstützung durch den Kreis. Krützen betont, dass ohne solche Maßnahmen die Kommunen kaum noch in der Lage sein werden, Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und demokratische Funktionen aufrechtzuerhalten.
Die finanzielle Zange der Kreisumlage lockert sich nicht. Ohne Kurswechsel werden Grevenbroich und andere Kommunen vor noch schwierigeren Entscheidungen stehen, wenn es um die Finanzierung von Schulen, Infrastruktur und sozialen Einrichtungen geht. Krützens Forderung nach einem Sparziel zielt darauf ab, die Belastung zu deckeln – doch der Erfolg hängt von der Reaktion des Kreises ab.






