Grüne kritisieren neues Heizungsgesetz als "Biogas-Treppe ins Nichts" – doch was kommt 2029?
Nadeschda HolzapfelGrüne kritisieren neues Heizungsgesetz als "Biogas-Treppe ins Nichts" – doch was kommt 2029?
Das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung steht in scharfer Kritik – vor allem von Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen. Sie bezeichnete die Regelung als eine „Biogas-Treppe ins Nichts“ und warf der Regierung vor, ein „Chaos-Gesetz“ ohne klare Strategie durchzudrücken.
Der vom Kabinett gebilligte Entwurf sieht einen „Hochlauf von Biobrennstoffen“ ab 2029 vor. Ab diesem Jahr müssen 10 Prozent der Heizungsbrennstoffe aus klimafreundlichen Quellen stammen, 2030 steigt der Anteil auf 15 Prozent, 2035 auf 30 Prozent und bis 2040 auf 60 Prozent. Doch unklar bleibt, woher das benötigte Biomethan kommen soll – die bestehenden Mengen sind bereits für andere Industriezweige verplant.
In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zweifelte Badum an der Umsetzbarkeit des Vorhabens. Sie verwies darauf, dass die Regierung nach einer parlamentarischen Anfrage keine belastbaren Schätzungen zu künftigem Biobrennstoffbedarf oder -verfügbarkeit vorlegen könne. Auch die Branchenverbände BDEW und VKU fordern Klarheit über das tatsächliche Biomassepotenzial und konkrete Schritte zur Ausweitung der Versorgung.
Bisher hat die Regierung nicht dargelegt, wie sie genug grünes Gas beschaffen will, um die geplanten Quoten zu erfüllen. Ohne einen soliden Versorgungsplan, so die Kritik, droht das Gesetz mehr Verunsicherung als Fortschritt zu schaffen.
Das Heizungsgesetz setzt ehrgeizige Ziele für grüne Brennstoffe in den nächsten zwei Jahrzehnten. Doch solange die Fragen zur Versorgung unbeantwortet bleiben, steht sein Erfolg in den Sternen. Wirtschaft und Opposition drängen nun auf präzisere Angaben, wie die Regierung ihre Versprechen einlösen will.






