02 April 2026, 18:21

Grüner Wasserstoff: Ecoclean und ZSW setzen auf modulare Elektrolyseure mit Megawatt-Leistung

Liniengraph, der die elektrische Energieerzeugung in Kraftwerken von 2018 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Grüner Wasserstoff: Ecoclean und ZSW setzen auf modulare Elektrolyseure mit Megawatt-Leistung

Neue Initiative für grüne Wasserstoffproduktion: Ecoclean und ZSW intensivieren Zusammenarbeit

Die Bemühungen um eine effizientere Produktion von grünem Wasserstoff erhalten neuen Schwung: Das Unternehmen Ecoclean und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erweitern ihre Partnerschaft, um die Kosten zu senken und die Effizienz in der Herstellung von Elektrolyseuren zu steigern. Im Fokus stehen modulare Hochleistungs-Systeme, die den wachsenden Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeit in den Lieferketten der Energietechnik gerecht werden.

Das Projekt EcoLyzer BW, das Anfang 2022 gestartet wurde, zielt auf die Entwicklung modularer alkalischer Elektrolyseure (AEL) ab, die im Megawatt-Maßstab arbeiten. Diese Systeme, die für die Erzeugung von grünem Wasserstoff konzipiert sind, basieren auf Elektrolyseur-Stacks – komplexen Baugruppen aus einzelnen Zellen und Komponenten, die die Gesamt-Effizienz bestimmen. Da die Leistung der Stacks direkt den Stromverbrauch beeinflusst, spielt sie eine zentrale Rolle bei der Preisgestaltung von Wasserstoff: Schließlich entfallen etwa 80 Prozent der Produktionskosten auf den Strombedarf.

Bis Anfang 2024 nahm Ecoclean die Serienfertigung seiner modularen Elektrolyseure auf, die Kapazitäten von 1 bis 20 Megawatt bieten. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen drei neue Produktionsstandorte an: einen in Sachsen (seit 2024 in Betrieb), einen weiteren in Norditalien und einen dritten in den Niederlanden. Diese Werke konzentrieren sich auf Druck-Alkalische-Elektrolyseure, die den strengen europäischen Beschaffungsstandards entsprechen.

Automatisierung ist ein Schlüssel, um die Produktionskosten bei gleichbleibend hoher Qualität zu reduzieren. Die Kooperation zwischen Ecoclean und ZSW wurde nun auf die Optimierung von Massenfertigungsverfahren für hoch effiziente Stacks ausgeweitet. Gleichzeitig legen Kunden zunehmend Wert auf die Herkunft der Komponenten und den ökologischen Fußabdruck der Systeme – angetrieben durch geopolitische Unsicherheiten und die Resilienz der Lieferketten. Das Siegel "Engineered and Made in Germany" bleibt ein starkes Verkaufsargument, insbesondere für Projekte, die öffentliche Fördergelder anstreben.

Doch nicht nur in der Produktion tut sich etwas: Auch die Transparenz im Bereich erneuerbarer Energien gewinnt an Bedeutung. Das Schweizer Bundesamt für Energie führte kürzlich ein Dashboard ein, das die regionale Photovoltaik-Stromerzeugung auf Basis installierter Anlagen nachverfolgt. Dieser Schritt spiegelt größere Bestrebungen wider, die Rechenschaftspflicht in der Energieinfrastruktur zu verbessern.

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Die Expansion der Ecoclean-Produktionsstätten und die fortlaufende Zusammenarbeit mit dem ZSW markieren einen Wandel hin zu skalierbaren, kostengünstigen Lösungen für grünen Wasserstoff. Durch modulare Bauweisen und automatisierte Prozesse soll der Preis gedrückt und die Nachfrage nach nachhaltigen Energiesystemen bedient werden. Der Fokus auf europäische Lieferketten und transparente Beschaffung stärkt zudem die Wettbewerbsfähigkeit dieser Technologien auf einem umkämpften Markt.

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