Güterzugverspätungen der Bahn bringen Industrie an den Rand des Kollapses
Cordula RingGüterzugverspätungen der Bahn bringen Industrie an den Rand des Kollapses
Deutsche Industrien leiden unter schweren finanziellen Verlusten durch anhaltende Güterzugverspätungen im Netz der Deutschen Bahn. Die Störungen zwingen Automobilhersteller, Stahlproduzenten und Chemieunternehmen, ihre Logistik umzustellen.
Die Stahlindustrie drosselt die Produktion, da die Probleme im Schienengüterverkehr anhalten. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal sind stark auf den Bahntransport angewiesen – fast die Hälfte ihrer Lieferungen erfolgt per Schiene. Auch die Chemiebranche steht unter Druck: Hier kommt es zu Produktionsverzögerungen und steigenden Kosten.
Automobilhersteller verlagern zunehmend Güter auf die Straße, nachdem die Transportkapazitäten der Bahn geschrumpft sind. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert die Deutsche Bahn auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um den Güterverkehr wieder zuverlässig abzuwickeln.
Die Zugverspätungen kosten die Schlüsselsektoren Milliarden. Stahl- und Chemieunternehmen fahren die Produktion zurück, während die Autoindustrie ihre Transportwege umstellt. Der VCI betont, dass schnelles Handeln nötig sei, um weitere Schäden abzuwenden.
