30 May 2026, 20:17

Hammerbande-Chefin Lina E. überraschend vorzeitig auf freiem Fuß

Frühzeitig entlassene deutsche Linksextremistin Lina E.

Hammerbande-Chefin Lina E. überraschend vorzeitig auf freiem Fuß

Die Anführerin der gewalttätigen Extremistengruppe Hammerbande ist vom höchsten deutschen Gericht vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Lina E., die zwischen 2018 und 2020 Anschläge auf mutmaßliche Rechtsextremisten organisiert hatte, verlässt das Gefängnis, nachdem sie etwa zwei Drittel ihrer fünfjährigen Strafe verbüßt hat. Die Entscheidung sorgt für Aufsehen angesichts der anhaltenden Debatten über politische Gewalt im Land.

Lina E. war 2022 wegen der Gründung und Führung der Hammerbande verurteilt worden, einer Gruppe, die in Sachsen und Thüringen Hinterhalte legte. Die Mitglieder setzten dabei Hämmer, Metallstangen und Pfefferspray ein und fügten ihren Opfern schwere Verletzungen zu. Zudem musste sie sich wegen Urkundenfälschung, Diebstahls und Nötigung verantworten, nachdem sie mit gefälschten Ausweisen, Perücken und Wegwerfhandys ihre Identität verschleiert hatte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Prozess fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vor dem Oberlandesgericht Dresden statt, da Befürchtungen vor Ausschreitungen bestanden. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich acht Jahre Haft gefordert, doch Lina E. erhielt fünf Jahre und drei Monate. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) ihre vorzeitige Entlassung bestätigt und dabei ihre Abkehr von Gewalt, ihr gutes Führungszeugnis im Gefängnis sowie eine positive Prognose für ihr künftiges Verhalten angeführt.

Kritiker hinterfragen, ob das Urteil eine ungleiche Behandlung von linker und rechter politischer Gewalt in Deutschland widerspiegelt.

Lina E. wird ihre Strafe nun unter Bewährung beenden. Die Gerichtsentscheidung stützt sich auf ihre nachgewiesene Resozialisierung und das geringe Rückfallrisiko. Der Fall bleibt ein zentraler Bezugspunkt in den Diskussionen über Extremismus und die Einheitlichkeit der Rechtsprechung in Deutschland.

Quelle