Handwerkskammer Freiburg nutzt Adventskalender als politisches Statement vor der Landtagswahl 2026
Wenzel WeinholdHandwerkskammer Freiburg nutzt Adventskalender als politisches Statement vor der Landtagswahl 2026
Ein ungewöhnlicher Adventskalender sorgt in Baden-Württemberg vor den Landtagswahlen 2026 für Aufsehen. Die Handwerkskammer Freiburg hat ein Kampagneninstrument mit politischem Unterton entwickelt: Hinter jedem der 24 Türchen verbirgt sich eine Forderung, die die Zukunft des regionalen Handwerks sichern soll. Die Initiative richtet sich an die Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehende Wahl und lenkt gleichzeitig den Blick auf die drängenden Herausforderungen der Branche.
Das Titelbild des Kalenders zeigt Handwerkerinnen und Handwerker verschiedener Berufe und steht damit für die Vielfalt der Gewerke in der Region. Im Inneren werden 26 zentrale Forderungen präsentiert – von Bürokratieabbau über Fachkräftesicherung bis hin zu fairen Wettbewerbsbedingungen. Auch die Modernisierung der Infrastruktur und der Ausbau der Digitalisierung zählen zu den Schwerpunkten.
Die Kammer hat die Kalender an alle Bewerberinnen und Bewerber in ihrem Bezirk verteilt, der den Süden Badens umfasst. Rund 16.000 Handwerksbetriebe sind hier ansässig und bilden einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Landesweit könnte die Kampagne etwa 140.000 Unternehmen erreichen. Die Organisatoren hoffen, dass die Anliegen des Handwerks auch nach der Wahl im Fokus bleiben. Mit dem Start in der Adventszeit will die Initiative politische Diskussionen anregen – in einer Jahreszeit, die sonst von vorweihnachtlicher Stimmung geprägt ist. Durch die täglichen Enthüllungen der Forderungen soll ein Dialog zwischen Kandidierenden und Öffentlichkeit über die Zukunft des Handwerks angestoßen werden.
Die Adventskalender-Aktion stellt 26 konkrete Forderungen an die politischen Aspiranten in Baden-Württemberg. Allein im Kammerbezirk Freiburg gibt es 16.000 Handwerksbetriebe – die Kampagne unterstreicht damit das wirtschaftliche Gewicht des Sektors. Die Verantwortlichen wollen erreichen, dass diese Themen auch über den Wahlkampf hinaus in der Politik präsent bleiben.