Heidenheim feuert 30 Schüsse – doch nur ein Remis gegen Bremen bleibt
Antonio Schleich"Hätte Wahnsinn sein können": 30 FCH-Chancen für einen Punkt - Heidenheim feuert 30 Schüsse – doch nur ein Remis gegen Bremen bleibt
1. FC Heidenheim dominierte das Spiel gegen Werder Bremen mit 30 Torabschlüssen, musste sich am Ende aber mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Zudem gelangen zwei Spielern ihre ersten 1. Bundesliga-Tore. Unterdessen endete ein tragischer Vorfall bei einem Schweizer Fußballspiel tödlich, als ein Fan nach einem Sturz von der Tribüne ums Leben kam.
Die Offensive Heidenheims war unerbittlich: 30 Mal zielten die Hausherren auf das Tor der Bremer. Trotz des massiven Drucks reichte es am Ende nur zum Remis. Trainer Frank Schmidt nannte es später "wahnsinnig", dass seine Mannschaft nach einer so starken Leistung fast noch verloren hätte.
In der ersten Halbzeit musste Mittelfeldspieler Mikkel Kaufmann mit Adduktorenproblemen vom Platz. Sein Ausfall bremste die Heidenheimer jedoch nicht aus – die Debütanten Stefan Schimmer und Jonas Föhrenbach trafen jeweils zu ihrem ersten 1. Bundesliga-Tor.
Abseits des Platzes starb ein 36-jähriger Schweizer, nachdem er im Stade de Tourbillon in Sion von der Nordtribüne gestürzt war. Der Vorfall ereignete sich während des Spiels von FC Sion gegen den FC Winterthur am Mittwoch. Mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, erlag er zwei Tage später seinen Verletzungen.
Positivere Nachrichten gibt es dagegen vom Heidenheim-Fan, der vor drei Wochen von der Brüstung gestürzt war: Sein Zustand ist laut Ärzten nicht mehr kritisch, und seine Genesung verläuft planmäßig.
Für Heidenheim bleibt nach der starken Vorstellung, aber dem enttäuschenden Ergebnis ein zwiespältiges Gefühl. Der Verein blickt nun nach vorn – und hadert mit verpassten Chancen. Derweil mahnt der tödliche Unfall in Sion einmal mehr zur Wachsamkeit beim Thema Stadion-Sicherheit im Fußball.