Heidi Klum als „Global Icon“ geehrt – und fordert mehr Vielfalt in der Mode
Wenzel WeinholdHeidi Klum möchte auch Männer mit Glatze in der Werbung sehen - Heidi Klum als „Global Icon“ geehrt – und fordert mehr Vielfalt in der Mode
Heidi Klum als "Global Icon" bei den Glamour-"Women of the Year"-Awards in Berlin ausgezeichnet
Bei der Verleihung der Glamour-"Women of the Year"-Preise in Berlin wurde Heidi Klum als "Global Icon" geehrt. Die Veranstaltung würdigte zudem weitere einflussreiche Persönlichkeiten – von Musikerinnen bis zu aufstrebenden Talenten. Klum nutzte die Gelegenheit, um sich für mehr Vielfalt in Mode und Werbung einzusetzen.
Auf dem Berliner Gala-Abend reihte sich Klum in die Liste der Preisträger:innen ein, zu denen die Rapperin Badmómzjay ("Gamechanger"), die Schauspielerin Madelyn Cline ("Next Gen Icon") und die Sängerin Leony ("Musikerin des Jahres") zählten. Ihre Tochter Leni hielt eine emotionale Rede, in der sie den Einfluss ihrer Mutter auf die Branche feierte.
Klum betonte die Notwendigkeit realistischerer Darstellungen von Männern in der Mode – insbesondere von solchen mit zurückweichendem Haaransatz. Als positives Beispiel nannte sie die Show von Vivienne Westwood während der Paris Fashion Week im Januar 2022. Die Kollektion präsentierte männliche Models wie Jordan Barrett, Leon Dame und Harris Dickinson sowie nicht-binäre und queere Models mit Behinderungen, darunter Asher Angel und Felix Gesnouin.
Die 52-jährige Supermodel lobte zudem die wachsende Präsenz älterer Models in der Branche. Nach ihrem eigenen jüngsten Laufsteg-Auftritt unterstrich sie, dass Mode auch unterschiedliche Körpertypen – inklusive kurviger Silhouetten – feiern sollte.
Klums Auszeichnung fällt in eine Phase, in der sie weiterhin für mehr Repräsentation in der Modebranche kämpft. Ihre Forderungen nach Inklusion gehen über das Alter hinaus und umfassen Körperformen, Geschlechtsidentität und körperliche Vielfalt. Wie die Branche auf diese Entwicklungen reagieren wird, bleibt abzuwarten.