Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen
Antonio SchleichHessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen
Die Landesregierung von Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) einen Förderbescheid über 150.000 Euro bewilligt. Die offizielle Übergabe der Mittel erfolgte durch Innenminister Roman Poseck im Haus der Heimat in Wiesbaden. Mit dieser Entscheidung unterstreicht die Landesregierung ihr Engagement für historische Erinnerungskultur und gesellschaftliche Verantwortung.
Der Bund der Vertriebenen (BdV) vertritt in Hessen die Interessen von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Bewahrung der Geschichten von Flucht, Vertreibung und dem Neuanfang in der Fremde. Über die reine Dokumentation hinaus pflegt der Verband kulturelle Traditionen, organisiert Begegnungen und schafft Räume für den offenen Dialog.
Die Förderung kommt sowohl der gemeinsamen Landesgeschäftsstelle als auch kleineren regionalen Gruppen zugute. Ein Teil der Mittel fließt in die Betreuung großer Projekte, während gleichzeitig lokale Initiativen die notwendige Unterstützung erhalten. Innenminister Poseck betonte, dass es sich dabei um mehr als nur finanzielle Hilfe handle – die Mittel stärkten die Strukturen, sicherten Kontinuität und regten neue Vorhaben an.
Der hessische BdV-Landesverband setzt sich seit Langem für die Bewahrung von Geschichte, Kultur und Identität ein. Seine Arbeit geht über reine Erinnerungsarbeit hinaus und prägt aktiv eine lebendige Erinnerungskultur, die auch heute noch relevant ist. Die Landesregierung leiste mit ihrer Unterstützung einen konkreten Beitrag, der zeige: Erinnerung braucht Taten, nicht nur Worte.
Die Förderung in Höhe von 150.000 Euro sendet ein klares Signal für Hessens Verpflichtung zu historischer Aufarbeitung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Mittel kommen direkt der Arbeit des BdV zugute und sorgen dafür, dass die Erfahrungen von Vertriebenen und Aussiedlern sichtbar bleiben und Wertschätzung erfahren. Gleichzeitig ebnet die Investition den Weg für künftige Projekte, die den Dialog und die Bewahrung kulturellen Erbes fördern.






