19 April 2026, 06:19

Hitlers Parade-Mercedes bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar

Vintage-Mercedes-Benz-Plakat aus den 1920er Jahren mit einem klassischen Auto mit zwei Insassen, das vor einem modernen Glasgeb├Ąude geparkt ist, mit 'Mercedes-Benz'-Text unten.

Hitlers Parade-Mercedes bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar

Ein seltener Mercedes-Benz 770 (W 150), der einst Adolf Hitler gehörte, ist unter den Hammer gekommen. Der sogenannte "Große Mercedes" wurde bei prominenten Paraden eingesetzt, darunter eine Siegestour durch Berlin im Jahr 1940. Die Versteigerung übernahm das Auktionshaus Worldwide Auctioneers, doch trotz eines Höchstgebots von sieben Millionen US-Dollar blieb das Fahrzeug unter dem Mindestpreis und wurde nicht verkauft.

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Dieses spezielle Modell war zwischen 1939 und 1943 Hitlers bevorzugtes Paradefahrzeug. Im Juni 1940 fuhr er damit – mit Benito Mussolini an seiner Seite – in einem offenen Tourenwagen durch München. Einen Monat später, nach der Kapitulation Frankreichs, führte der Wagen seine Siegparade in Berlin an.

Der Mercedes-Benz 770 wurde nach strengen Vorgaben gefertigt. Sein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor leistete 230 PS, während die sechs Meter lange Karosserie bis zu fünf Tonnen wog. Für die Sicherheit waren gepanzerte Seitenverkleidungen und eine 30 Millimeter dicke kugelsichere Windschutzscheibe eingebaut. Damals kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), die Siebensitzer-Variante lag bei 47.500 Reichsmark (rund 196.000 Euro).

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten das Fahrzeug und brachten es in die USA. Nur 88 dieser Wagen wurden jemals produziert, was seine Seltenheit noch erhöht. Das Auktionshaus hatte einen Verkaufspreis zwischen sieben und neun Millionen US-Dollar geschätzt. Der Verkäufer lehnte das Höchstgebot jedoch ab – vermutlich in der Hoffnung auf ein besseres Angebot.

Nach dem Ende der Versteigerung ohne Verkauf bleibt das Auto in Privatbesitz. Seine historische Verbindung zu zentralen Kriegsereignissen und die geringe Stückzahl sichern ihm weiterhin eine besondere Bedeutung. Die Entscheidung des Verkäufers deutet darauf hin, dass er in künftigen Verhandlungen einen höheren Preis erzielen möchte.

Quelle