06 May 2026, 07:18

Hugo Boss kämpft mit drastischen Umsatz- und Gewinnverlusten im ersten Quartal 2023

Bar graph illustrating the extent of global economic losses with corresponding lost revenue.

Hugo Boss kämpft mit drastischen Umsatz- und Gewinnverlusten im ersten Quartal 2023

Hugo Boss meldet deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal 2023

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Der Modekonzern Hugo Boss verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, während der operative Gewinn um 42 Prozent einbrach. Schwache Nachfrage und regionale Herausforderungen belasteten die Marke in ihren wichtigsten Absatzmärkten stark.

In den ersten drei Monaten des Jahres schrumpfte der Gesamtumsatz des Unternehmens um 6 Prozent. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika gingen die Erträge um 8 Prozent zurück, wobei Deutschland, Frankreich und Großbritannien ähnliche Rückgänge verzeichneten. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten allein führte zu einem Verlust von 1 Prozent beim Quartalsumsatz.

Die Verkäufe der jüngeren Linie Hugo, die sich vor allem an eine jüngere Zielgruppe richtet, brachen sogar um 21 Prozent ein. Auch der operative Gewinn (EBIT) erlitt einen schweren Rückschlag und fiel um 42 Prozent auf nur noch 35 Millionen Euro. Im Rahmen seiner langfristigen Umstrukturierung hat Hugo Boss bereits 15 der 50 Filialen geschlossen, die bis 2028 stillgelegt werden sollen.

Für das restliche Jahr 2023 rechnet das Unternehmen mit weiter sinkenden Umsätzen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Eine Trendwende wird frühestens 2027 erwartet – und zwar im Rahmen der neuen Strategie Claim 5 Touchdown. Im November 2023 wird die Marke als Teil ihrer Wiederbelebungsbemühungen eine überarbeitete Damenkollektion auf den Markt bringen, die unter der Leitung von Kerstin Dorst steht.

Hugo Boss steht ein schwieriges Jahr bevor: Weitere Umsatzeinbußen sind zu erwarten, und eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Das Unternehmen setzt seine Hoffnungen auf eine langfristige Strategie und anstehende Produktneueinführungen. Kurzfristig bleiben Filialschließungen und Kostensenkungsmaßnahmen jedoch die wichtigsten Prioritäten.

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