Hunderte protestieren in Pforzheim für den Erhalt aller Schwimmbäder
Antonio SchleichHunderte protestieren in Pforzheim für den Erhalt aller Schwimmbäder
Rund 350 Menschen gingen am Samstag in Pforzheim auf die Straße, um gegen die Pläne zum Umbau der städtischen Schwimmbäder zu protestieren. Die von der Initiative Pro Bäder organisierte Kundgebung begann um 15 Uhr am Emma-Jaeger-Bad. Die Teilnehmer forderten den Erhalt aller bestehenden Badestätten und kritisierten die lokale Politik für ihr Vorgehen in der Angelegenheit.
Der Demonstrationszug startete am Emma-Jaeger-Bad und führte durch zentrale Punkte der Stadt. Die Protestierenden zogen über die Bahnhofstraße, überquerten den Bahnhofsplatz und setzten ihren Marsch über den Schlossberg und die Östliche fort. Die Route endete am Marktplatz, wo Redner zu den Versammelten sprachen.
Bei der Abschlusskundgebung wurden schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung erhoben. Die Demonstranten warfen den Pforzheimer Verantwortlichen vor, vorsätzlich dafür gesorgt zu haben, dass die Regierungspräsidium die Finanzierungspläne für die Bäder blockierte. Zudem argumentierten sie, dass Bürgermeister Peter Bochs Unterstützung für ein kombiniertes Bad am Wartberg im Widerspruch zu seinen bekundeten familienfreundlichen Zielen stehe.
Mehrere Stadträte, darunter Christof Weisenbacher, Michael Schwarz und Bernd Zilly, schlossen sich der Protestaktion an. Ihre Teilnahme unterstrich die politischen Gräben in der Frage um die Zukunft der Pforzheimer Schwimmstätten.
Die Demonstration endete mit Forderungen an die Stadt, die aktuellen Pläne aufzugeben und alle Badestandorte zu erhalten. Die Organisatoren betonten die Bedeutung zugänglicher Schwimmmöglichkeiten für die Bevölkerung. Der Protest markiert eine weitere Zuspitzung im anhaltenden Streit um die Finanzierung der Pforzheimer Bäder.






