04 February 2026, 01:08

Junge Union will Einbürgerungsregeln verschärfen – und fordert die Ampel heraus

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Junge Union will Einbürgerungsregeln verschärfen – und fordert die Ampel heraus

Die Junge Union (JU), die Jugendorganisation der deutschen CDU, fordert umfassende Änderungen der Staatsangehörigkeitsregeln in Deutschland. Ihre Vorschläge richten sich gegen die 2024 von der Ampelkoalition beschlossenen Reformen, die nach Ansicht der JU die Integrationsstandards der Union Berlin abgeschwächt hätten.

Die Gruppe plädiert für strengere Sprachtests, längere Mindestaufenthaltszeiten und schärfere Prüfungen der Verfassungswerte für Einbürgerungswillige.

Laut dem JU-Plan soll die Mindestaufenthaltsdauer für eine Einbürgerung von fünf auf acht Jahre erhöht werden. Fünf Jahre seien oft zu kurz für eine gelungene Integration, argumentiert die Organisation. Zudem fordert sie, Ausnahmen bei Sprachtests abzuschaffen und das geforderte Mindestniveau von B1 auf B2 anzuheben.

Über Sprachkenntnisse und Aufenthaltsdauer hinaus schlägt die JU vor, die Überprüfung der Akzeptanz der verfassungsmäßigen Grundsätze Deutschlands zu verschärfen. Die Reform von 2024 habe "falsche Signale" gesendet und das öffentliche Vertrauen in das System untergraben, so die Kritik der JU.

Bisher hat die Bundesregierung nicht auf die Forderungen der Jungen Union reagiert. Stand Februar 2026 sind keine Änderungen der 2024 beschlossenen Regelungen angekündigt oder umgesetzt worden.

Die Vorschläge der JU würden zentrale Teile der Einbürgerungsreform von 2024 rückgängig machen. Bei einer Umsetzung müssten Antragstellende mit längeren Wartezeiten, höheren Sprachanforderungen und strengeren wertgebundenen Prüfungen rechnen. Wie die Regierung zu diesen Forderungen steht, bleibt vorerst unklar.