02 May 2026, 10:21

Krebsdiagnose als Marketingstrategie: Warum Lercheks Kosmetikmarke Eyya Skin polarisiert

Buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer Schrift, die in fetten Großbuchstaben "National Cancer Institute" liest, umgeben von überlappenden Kreisbildern von lachenden Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien.

Krebsdiagnose als Marketingstrategie: Warum Lercheks Kosmetikmarke Eyya Skin polarisiert

Die Bloggerin Valeria Chekalina, bekannt unter dem Online-Namen Lerchek, hat trotz ihrer öffentlich thematisierten Krebserkrankung im Endstadium eine eigene Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihre Entscheidung, persönliche Schicksalsschläge in Werbevideos zu teilen, hat unter ihren Followern eine kontroverse Diskussion ausgelöst – die Reaktionen reichen von Solidarität bis hin zu scharfer Kritik.

Chekalina gab ihre Diagnose in emotionalen Videos bekannt, die sie mit dem Launch ihrer neuen Beauty-Linie verband. Während einige Zuschauer ihre Offenheit und ihren Mut bewunderten, warfen ihr andere vor, ihre Krankheit für Aufmerksamkeit oder finanzielle Vorteile auszunutzen. In den Kommentaren unter ihren Beiträgen hieß es etwa, bestimmte Szenen „setzten zu stark auf Mitleid“.

Der Produzent Gera Iwatschenko analysierte Chekalinas Strategie und zog Parallelen zum PR-Modell der Familie Kardashian. Sein Fazit: Die Bloggerin könnte mit dem Markenaufbau die Zukunft ihrer Kinder sichern – doch eine derartige Offenheit sei in der russischen Kultur ungewöhnlich. Üblicherweise ziehen sich Menschen mit schweren Erkrankungen aus der Öffentlichkeit zurück, statt ihre Kämpfe so sichtbar zu machen.

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Iwatschenko betonte zudem, dass Chekalinas Ansatz – die Vermischung von Verletzlichkeit mit kommerzieller Eigenwerbung – auf ein Publikum stoße, das ein solches Maß an Transparenz nicht gewohnt sei. Trotz der Kritik hat der Start von Eyya Skin Chekalina im Rampenlicht gehalten und die Frage aufgeworfen, wo die Grenze zwischen Authentizität und Ausbeutung verläuft.

Die Reaktionen auf Eyya Skin zeigen das Spannungsfeld zwischen persönlichem Storytelling und wirtschaftlichen Zielen. Während die einen Chekalinas Stärke bewundern, stehen andere ihren Motiven skeptisch gegenüber. Die Debatte spiegelt eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage wider: Wie gehen wir damit um, wenn Krankheit und Unternehmergeist öffentlich aufeinandertreffen?

Quelle