Kulturinitiative fordert drei Prozent des Berliner Haushalts für Kunst und Theater
Nadeschda HolzapfelKulturinitiative fordert drei Prozent des Berliner Haushalts für Kunst und Theater
„Berlin ist Kultur“-Initiative startet Aktionswoche zur Beeinflussung des Berliner Wahlkampfs
Mit einer Aktionswoche will die Initiative „Berlin ist Kultur“ den Wahlkampf in der Hauptstadt prägen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die „Berliner Erklärung“ vorgestellt, die fordert, mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für kulturelle Projekte bereitzustellen. Zur Eröffnungsveranstaltung erschienen jedoch nur wenige lokale Politiker, darunter Vertreter der Linken und der Grünen.
Bei der Veranstaltung kritisierte Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles, die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich als Fehler. Zudem berichtete er von einem prägenden Erlebnis im Alter von 14 Jahren im Theater von Paderborn, das sein Leben verändert habe.
Reese wies auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße hin. Tom Streidel ergänzte, dass die Werkstätten des Maxim-Gorki-Theaters ab Januar 2027 möglicherweise Miete an die Stiftung Oper zahlen müssten.
Unter dem Motto „#deineStimmefürKultur“ richtet sich die Kampagne an die Wahlen am 20. September. Die Initiativen haben zudem „Wahl-Lackmustests“ für Kandidat:innen entwickelt, etwa die Forderung „Kunstvermittlung stärken!“ , um kulturelle Themen in die politische Debatte zu bringen.
Die „Berliner Erklärung“ stellt klare finanzielle Forderungen an die Kulturförderung. Die Aktionswoche soll Kultur vor der anstehenden Wahl zu einem zentralen Thema machen. Neben den Vertretern von Linken und Grünen nahmen keine weiteren Berliner Politiker:innen an der Auftaktveranstaltung teil.






