La Scala erhöht Ticketpreise – wütende Loggionisti werfen Flugblätter
Wenzel WeinholdLa Scala erhöht Ticketpreise – wütende Loggionisti werfen Flugblätter
Mails La Scala erhöht Preise – Proteste der treuen Fans
Das Mailänder Opernhaus La Scala hat die Ticketpreise für 36 Plätze in der zweiten Galerie um über 30 Prozent angehoben. Die Maßnahme hat heftige Kritik ausgelöst, insbesondere bei den treuen Stammgästen, den sogenannten Loggionisti. Während einer jüngsten Aufführung von Verdis Carmen kam es zu Protesten, bei denen von den oberen Rängen Flugblätter gegen die Preiserhöhung geworfen wurden.
Die Teuerung betrifft nur einen kleinen Teil der insgesamt 531 Sitze des Theaters. Ab der Spielzeit 2025/26 wird der Durchschnittspreis für einen Galeriewerden auf 45,56 Euro steigen, im Jahr darauf weiter auf 46,94 Euro. Das entspricht einer Erhöhung von durchschnittlich 1,48 Euro pro Ticket.
La Scala ist bereits jetzt das teuerste Opernhaus Europas – nur das Salzburger Festspiele übertrifft es noch. Auch die Abo-Preise sind gestiegen: Manche Pakete kosten nun statt 800 Euro bis zu 1.050 Euro. Die Theaterleitung begründet die Anpassungen mit anstehenden Tarifverhandlungen und der Verlegung von Werkstätten, obwohl das Haus derzeit einen Überschuss erwirtschaftet.
Die Führung des Opernhauses spielt die Kontroverse herunter und betont, dass nur ein Bruchteil der Plätze betroffen sei. Intendant Fortunato Ortombina versicherte zudem, dass unter seiner Amtszeit keine weiteren Preiserhöhungen geplant seien.
Doch die Frustration unter den Stammbesuchern bleibt. La Scala hält an der Entscheidung fest und verweist auf finanzielle und betriebliche Notwendigkeiten. Die Proteste jedoch ebben nicht ab – im Gegenteil: Mit Inkrafttreten der neuen Preise wird der Widerstand eher noch lauter.






