Landespreis für Heimatforschung 2025: Mammutbäume und Posaunenchöre im Fokus
Wenzel WeinholdLandespreis für Heimatforschung 2025: Mammutbäume und Posaunenchöre im Fokus
Der 44. Landespreis für Heimatforschung wird am Donnerstag, dem 20. November 2025, im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Weinheim verliehen. Die Auszeichnung würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement bei der Dokumentation des regionalen Kulturerbes. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 17.500 Euro an mehrere Preisträger vergeben.
In diesem Jahr gingen 99 Bewerbungen aus ganz Baden-Württemberg ein, die ein breites Spektrum an heimatgeschichtlichen Themen abdeckten. Eine unabhängige Jury sichtete alle Einsendungen und wählte die Finalisten aus.
Den Hauptpreis erhalten Dr. Stefan Bosch und Jason Bosch aus Diefenbach für ihre Forschung darüber, wie Baumläufer riesige Mammutbäume als Brut- und Rastbäume nutzen. Die Studie zeigt eine ungewöhnliche ökologische Verbindung zwischen einheimischen Vögeln und nicht-heimischen Baumarten auf. Der zweite Preis geht an Dr. Walter Stäbler aus Neckartenzlingen für seine Arbeit über Posaunenchöre in Württemberg. Zwei weitere Preisträger aus dem Landkreis Calw wurden ebenfalls ausgezeichnet, ohne dass ihre Projekte näher spezifiziert wurden. Der Digitale Heimatpreis wird dem Projekt „Diefenbacher Hauschroniken“ unter der Leitung von Käthe Hohenberger verliehen. Die Initiative dokumentiert die Geschichte des Dorfes Sternenfels im Enzkreis digital und bewahrt sie so in einer zugänglichen Form für die Nachwelt.
Arne Braun, Staatssekretär für Kunst und Kultur, betonte in seinen Worten, dass Heimat durch gemeinsames Handeln, Beziehungen und Erfahrungen entsteht. Er hob die Bedeutung ehrenamtlicher Forschung für die Bewahrung lokaler Traditionen hervor.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Weinheim statt. Die Gewinner nehmen ihre Auszeichnungen vor einem Publikum entgegen, das die vielfältige heimatgeschichtliche Forschung des Landes feiert. Die prämierten Projekte reihen sich damit in eine lange Tradition der Dokumentation und Bewahrung des regionalen Erbes ein.