"Lives" feiert Premiere: Wie eine queere Familie die Bühne erobert
Antonio Schleich"Lives" feiert Premiere: Wie eine queere Familie die Bühne erobert
"Lives" – Ein neues Stück über Familie und Identität feiert Premiere im Wein Theater in der Drachengasse
Im Wein Theater in der Wiener Drachengasse hat das neue Stück Lives Premiere gefeiert. Die Inszenierung erzählt die Geschichte einer schwarzen Österreicherin und eines schwulen Kroaten, die sich entscheiden, in Berlin gemeinsam eine Familie zu gründen. Vor der Vorstellung sahen die Zuschauer:innen im Foyer des Theaters eine Videoaufnahme der Hochzeitsfeierlichkeiten von Meghan Markle und Prinz Harry.
Lives entstand als Gewinnerprojekt des Nachwuchswettbewerbs 2019, bei dem 53 Projekte und 187 Theatermachende unter dem Motto "Mein Zuhause ist meine Burg" gegeneinander antraten. Die Jury kürte Dino Pešuts Drehbuch zum besten Beitrag und zeichnete es mit dem Jurypreis sowie einem 5.000-Euro-Förderpreis zur Umsetzung einer vollständigen Produktion aus. Ursprünglich auf Kroatisch verfasst, wurde das Stück von Krešimir Bobaš ins Deutsche übersetzt.
Die Produktion ist eine Koproduktion des Theaters Drachengasse und Bar&Co. Regie führt Isabella Sedlak, die Hauptrollen übernehmen Kira Lorenza Althaler und Markus Bernhard Börger. Das Stück lotet die Themen Familie, Identität und Zugehörigkeit aus der Perspektive seiner beiden Protagonist:innen aus.
Nach dem Sieg beim letzten Wettbewerb verbrachte das kreative Team Monate damit, das Drehbuch zu überarbeiten und die Inszenierung zu verfeinern. Das Ergebnis ist nun auf der Bühne des Wein Theaters zu erleben – eine gelungene Umsetzung der ursprünglichen Idee.
Lives steht für die Verwirklichung eines Projekts, das einst als Wettbewerbsbeitrag begann. Die Produktion läuft aktuell im Wein Theater und bietet eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit modernen Beziehungen und Elternschaft. Mit dem Preisgeld und einer professionellen Umsetzung hat sich das Stück von einer ambitionierten Idee zu einem vollendeten Bühnenerlebnis entwickelt.






