03 January 2026, 14:35

Ludwigsburgs Stadtbahnpläne werden drastisch gekürzt – nur noch Kernstrecken bleiben

Zwei Züge auf den Schienen mit einem Zaun im Vordergrund, Pfosten mit einem, der ein Signallicht hat, ein Auto auf der Straße rechts, Gebäude im Hintergrund und Himmel oben.

Ludwigsburgs Stadtbahnpläne werden drastisch gekürzt – nur noch Kernstrecken bleiben

Die Stadtverwaltung Ludwigsburgs hat ihre Pläne für das lokale Stadtbahnnetz überarbeitet. Der aktualisierte Vorschlag, der in der Vorlage 354/25 dargelegt wird, reduziert die ursprünglichen Ziele aufgrund finanzieller Zwänge. Eine entscheidende Weichenstellung für die Zukunft des Projekts wird in der Gemeinderatssitzung am 19. November fallen.

Die Verwaltung hält die ursprünglich geplante Strecke über die Talallee, Kurfürststraße und Martin-Luther-Straße nun für nicht umsetzbar. Stattdessen rückt die Verbesserung der Erreichbarkeit und Barrierefreiheit am Ludwigsburger Hauptbahnhof in den Fokus. Die Stadt bleibt jedoch dem Vorhaben verpflichtet, die Strecke Markgröningen–Möglingen–Ludwigsburg zu reaktivieren, sodass sie künftig am Hauptbahnof endet.

Trotz der Änderungen bleibt Ludwigsburg Mitglied im Stadtbahn-Verband Region Stuttgart. Allerdings wird die Stadtverwaltung Anpassungen anstreben, um die aktuellen Prioritäten besser abzubilden. Die einzige Zweigstrecke, die innerhalb der nächsten zehn Jahre noch fertiggestellt werden soll, ist die SSB-Verbindung von Pattonville nach Remseck-Aldingen. Alle weiteren geplanten Aststrecken innerhalb der Stadt werden für ein Jahrzehnt auf Eis gelegt. Als Begründung führt die Verwaltung die unter den gegebenen und prognostizierten Haushalten nicht tragbaren Kosten an. Der Gemeinderat wird eine verbindliche Richtlinie beschließen, die die Vertreter verpflichtet, sich in künftigen Abstimmungen an den überarbeiteten Plan zu halten.

Die Sitzung am 19. November wird über die nächsten Schritte für das Ludwigsburger Stadtbahnnetz entscheiden. Falls der zurückgestufte Plan angenommen wird, stehen zunächst die Kernverbindungen im Mittelpunkt, während die meisten Erweiterungen verschoben werden. Die finanzielle Lage erlaubt es nur, unverzichtbare Projekte kurzfristig voranzutreiben.