Luisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Nadeschda HolzapfelLuisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Die Kunsthalle Mannheim hat Luisa Heese zur kommissarischen Direktorin ernannt, nachdem Johan Holten das Amt zum 31. März 2026 verlassen wird. Mit dieser Entscheidung sichert das Museum die Kontinuität und verzichtet vorerst auf die sofortige Suche nach einer dauerhaften Nachfolge. Heese, die seit Juni 2025 stellvertretende Direktorin ist, übernimmt die Leitung ab dem 1. April 2026.
Die 1984 in Göttingen geborene Luisa Heese studierte Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Bildende Kunst in Hildesheim sowie in Caldas da Rainha, Portugal. Ihre Karriere begann sie 2015 als Kuratorin an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, nachdem sie ein Volontariat abgeschlossen hatte. Im September 2020 wurde sie Direktorin des Museums im Kulturspeicher Würzburg, wo sie mit mutigen Ausstellungsprogrammen und engagierter Öffentlichkeitsarbeit regionale Anerkennung fand.
Am 1. Juli 2023 wechselte Heese als Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Skulptur an die Kunsthalle Mannheim. In dieser Zeit organisierte sie Ausstellungen von Künstler:innen wie Sarah Lucas und Tavares Strachan. Zudem kuratierte sie gemeinsam den skulpturalen Teil der Schau Kirchner, Lehmbruck, Nolde – Expressionismus-Geschichten in Mannheim, die moderne und klassische Werke verband.
Die Stadt betont, dass unter Heeses Führung keine grundlegenden Veränderungen in der Ausrichtung des Museums geplant sind. Ihre interimistische Rolle folgt auf über sechs Jahre unter Johan Holtens Leitung, in denen sie als seine Stellvertreterin an dessen Programm mitwirkte. Der Fokus liegt weiterhin auf Stabilität in Programmgestaltung, Organisation und Personal.
Die Kunsthalle Mannheim wird sich auf Heeses Erfahrung stützen, um den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Ihr Hintergrund in zeitgenössischen wie historischen Ausstellungen entspricht den langfristigen Zielen des Museums. Vorerst wird die Institution ihre etablierten Stärken weiter ausbauen, ohne sofortige strukturelle Änderungen vorzunehmen.