05 February 2026, 08:40

Luitgard Wiggenhauser: Eine außergewöhnliche Gerichts-Karriere endet im Ruhestand

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem markierten Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der die Stadtinformationen bereitstellt.

Luitgard Wiggenhauser: Eine außergewöhnliche Gerichts-Karriere endet im Ruhestand

Luitgard Wiggenhauser ist nach einer langen und herausragenden Karriere in der Justiz Baden-Württembergs in den Ruhestand verabschiedet worden. Ihr juristischer Werdegang umfasste mehr als drei Jahrzehnte und war geprägt von Führungspositionen an verschiedenen Gerichten. Kollegen und Amtsträger versammelten sich kürzlich, um ihre Verdienste zu würdigen.

Wiggenhauser begann ihre Laufbahn 1987 als Richterin am Amtsgericht Ravensburg. Nur zwei Jahre später wechselte sie an das Landgericht Ravensburg, wo sie später größere Verantwortung übernahm. 2004 wurde sie zur Vorsitzenden Richterin einer Zivilkammer ernannt und leitete zudem das Referendariatsausbildungsprogramm.

2006 führte ihr Fachwissen zur Berufung zur Direktorin des Amtsgerichts Biberach. Fünf Jahre darauf wurde sie zur Präsidentin des Landgerichts Hechingen bestellt. Ihre Amtsführung dort fand wegen ihrer Qualität und Wirkung große Anerkennung.

Im Mai 2021 trat sie dem Oberlandesgericht Stuttgart als Vizepräsidentin bei. Kurzzeitig übernahm sie kommissarisch dessen Leitung, bevor sie im Juni 2023 das Amt der Präsidentin des Landgerichts Ravensburg antrat. Während ihrer gesamten Dienstzeit wurde sie für ihre richterliche Kompetenz und ihre Fähigkeit, Mitarbeiter zu motivieren, geschätzt.

Marion Gentges, Justiz- und Migrationsministerin, sowie Elmar Steinbacher, Amtschef im Ministerium, verabschiedeten sie offiziell. Gentges hob Wiggenhausers herausragende Führungsqualitäten und ihre zahlreichen Erfolge im Laufe der Jahre hervor.

Mit Wiggenhausers Ruhestand endet eine Karriere, die entscheidende Rollen an Amts- und Landgerichten umfasste. Ihr Engagement in der juristischen Ausbildung und der Gerichtsverwaltung hinterlässt bleibende Spuren im Justizsystem Baden-Württembergs. Beamte und Kollegen würdigten ihre Hingabe und die hohen Maßstäbe, die sie während ihres Wirkens setzte.