Madrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC-Konzert im Metropolitano
Wenzel WeinholdMadrid verhängt Rekordstrafe von 80.800 Euro gegen AC/DC-Konzert im Metropolitano
Der Stadtrat von Madrid hat gegen die Veranstalter eines AC/DC-Konzerts im Stadion Metropolitano eine Rekordstrafe in Höhe von 80.800,80 Euro verhängt. Die Sanktion folgt auf einen „sehr schweren“ Verstoß gegen die Lärmschutzbestimmungen während der Veranstaltung. Es handelt sich um die höchste Strafe, die 2025 für eine Veranstaltung in diesem Stadion verhängt wurde, und eine der höchsten, die in den letzten Jahren an einem großen Veranstaltungsort der Stadt ausgestellt wurden.
Die Municipal Police maß während des AC/DC-Konzerts nächtliche Lärmpegel, die die zulässigen Grenzwerte um fünf bis zehn Dezibel überschritten. Dies führte dazu, dass der Verstoß nach lokalem Umweltrecht als „sehr schwerwiegend“ eingestuft wurde.
Insgesamt führte der Stadtrat 2025 im Stadion 29 Lärmkontrollen durch. Bei vier davon wurden Verstöße festgestellt, während 14 die vollständige Einhaltung der Vorschriften bestätigten. Zwei weitere Veranstaltungen – ein Konzert von Imagine Dragons am 28. Juni und das Internationale Madcup-Jugendfußballturnier am 23. Juni – erhielten geringere Strafen von 500 Euro bzw. 180 Euro für leichtere Verstöße, bei denen die Grenzwerte um vier Dezibel überschritten wurden.
Um den anhaltenden Bedenken zu begegnen, hat der Stadtrat Maßnahmen zur Verringerung der akustischen Belastung eingeführt. Dazu gehören die Installation schallabsorbierender Paneele und die Anpassung der Ausrichtung der Beschallungsanlagen. Konzerten im Stadion wird in der Regel eine Endzeit von Mitternacht auferlegt, mit einer möglichen Verlängerung um 30 Minuten an Freitagen, Samstagen und Vorabenden von Feiertagen.
Die Strafe von 80.800,80 Euro stellt die schwerwiegendste Sanktion für Lärmverstöße im Metropolitano im Jahr 2025 dar. Lokale Anwohnerinitiativen verweisen weiterhin auf anhaltende Beeinträchtigungen durch Großveranstaltungen, darunter Lärm- und Verkehrsprobleme. Die vom Stadtrat ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab, künftige Verstöße zu verhindern und die Auswirkungen auf die Anwohner zu verringern.






