31 December 2025, 16:52

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Eine Gedenktafel neben einem Geländer in einem Friedhof, mit Treppen unten, Gras und Bäumen auf der rechten Seite, Gräbern dahinter und Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region bleibende Spuren.

Unter den Verstorbenen befanden sich ein ehemaliger Ministerpräsident, ein Justizminister sowie zentrale Figuren lokaler Traditionen wie dem Mainzer Karneval.

Bernhard Vogel, eine Schlüsselfigur der deutschen Politik, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident, bevor er später in Thüringen amtierte. Sein Einfluss reichte weit über die Landesgrenzen hinaus und prägte nationale politische Debatten.

Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Er bekleidete das Amt von 1999 bis 2006 und erneut ab 2016 bis zu seinem Tod. Seine juristischen Reformen und sein politisches Engagement kennzeichneten seine lange Laufbahn im öffentlichen Dienst.

Auch die Kultur- und Karnevalsszene Mainz’ erlitten schwere Verluste. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagenbauer des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), starb im Alter von 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte hinweg entwarf er die aufwendigen Festwagen, die zum Herzstück des Rosenmontagszugs wurden. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Hofballetts, verstarb mit 85 Jahren. Unter ihrer Führung prägte das Ballett jahrzehntelang die karnevalistischen Traditionen der Stadt. Ulf Glasenhardt, Koordinator kultureller Veranstaltungen in Mainz und Wiesbaden, verstarb unerwartet. Seine Arbeit bereicherte beide Städte mit einem vielfältigen Programm und brachte ihm große Anerkennung ein. Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, ist ebenfalls verstorben. Ihr Einsatz half, den Veranstaltungsort als kulturelles Zentrum zu erhalten.

Im Sport trauert man um Holger Bernhardt, den ehemaligen Torwart des 1. FSV Mainz 05, der bei einem Verkehrsunfall mit nur 52 Jahren ums Leben kam. Seine Zeit beim Verein hinterließ Spuren in der Fußballgeschichte des Clubs. Sigurd Spielmann bleibt unterdessen – Stand 31. Dezember 2025 – Mitglied der Ehrenjury von Mainz 05; hier gab es keine Änderungen.

Das Gesundheitswesen verliert mit Dr. Thomas Flohr einen engagierten Onkologen, der mit 7 Jahren verstarb. Seine Arbeit gab zahlreichen Krebspatienten durch beharrliche Behandlung und Forschung neue Hoffnung. Ekkehardt Gahntz, ein erfahrener ZDF-Nachrichtenjournalist, starb im Alter von 79 Jahren. Über 25 Jahre lang prägte er mit Integrität und Klarheit die Nachrichtenprogramme des Senders. Auch Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, ist verstorben. Ihr Einsatz für Barrierefreiheit und Inklusion verbesserte über Jahrzehnte hinweg die Lebensqualität in der Stadt.

Der Tod dieser Persönlichkeiten markiert das Ende ganzer Epochen in ihren jeweiligen Bereichen. Ihr Schaffen in Politik, Kultur, Sport und Gesundheitswesen hat Rheinland-Pfalz und Mainz über Generationen hinweg geprägt.

Von karnevalistischen Bräuchen bis zu juristischen Reformen – ihre Beiträge bleiben im Alltag der Region sichtbar.