Marzahn Pride 2024: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hass und Hetze
Nadeschda HolzapfelMarzahn Pride 2024: Sichtbarkeit als Widerstand gegen Hass und Hetze
Der Marzahn Pride-Umzug startet in diesem Jahr um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Die Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, und Gordon Lemm. Das Motto der Veranstaltung, „Sichtbarkeit ist Widerstand“, unterstreicht den anhaltenden Kampf um queere Rechte in der Region.
Marzahn ist ein Bezirk mit einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. In den letzten Jahren hat es zunehmend Bedrohungen gegen marginalisierte Gruppen gegeben, darunter mehr körperliche Angriffe und rechtsextreme Propaganda, wie das Register diskriminierender Vorfälle dokumentiert. 2022 wurde der Umzug von der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) gezielt angegriffen.
In diesem Jahr haben die Organisator:innen von Quarteera e.V., einer Interessenvertretung für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus, keine konkreten rechtsextremen Mobilisierungsversache gegen die Veranstaltung festgestellt. Dennoch warnt Krah vor falscher Sicherheit: Fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland wurde 2023 von Angriffen oder Störungen betroffen.
Nach dem Umzug findet ab 14:30 Uhr ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Aktivitäten für die Besucher:innen statt.
Der Umzug und das Fest sollen queere Sichtbarkeit in Marzahn feiern und stärken. Zwar gibt es für 2023 keine akuten Bedrohungen, doch bleiben die Veranstalter:innen wachsam. Die Aktion betont, wie wichtig Widerstand und Solidarität angesichts des wachsenden rechtsextremen Engagements sind.






