McCormick will Knorr übernehmen – Unilever trennt sich von Kultmarke
Antonio SchleichMcCormick will Knorr übernehmen – Unilever trennt sich von Kultmarke
Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company steht laut Berichten in Verhandlungen, um die ikonische deutsche Lebensmittelmarke Knorr zu übernehmen. Der Deal ist Teil der laufenden Umstrukturierung des Konzerns Unilever unter Führung von CEO Fernando Fernandez. Sollte die Übernahme zustande kommen, wäre dies ein bedeutender Einschnitt für die traditionsreiche Marke.
Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever und reiht sich dort neben anderen bekannten Marken wie Hellmann's, Pfanni und Mondamin ein. Das Unternehmen betreibt vier Produktionsstandorte für Knorr in Deutschland und unterstreicht damit seine starke Präsenz im Land.
Unilever-Chef Fernandez steuert den Konzern zunehmend in Richtung lukrativerer Bereiche wie Schönheit und Hygiene. Diese strategische Neuausrichtung hat Spekulationen über die Zukunft weniger ertragreicher Lebensmittelmarken wie Knorr befeuert. Branchenanalysten schätzen, dass der Verkauf Milliarden wert sein könnte – ein Zeichen für die globale Bekanntheit und den Marktwert von Knorr.
Für McCormick, einen der weltweit führenden Hersteller von Gewürzen und Saucen mit einem Jahresumsatz von knapp 7 Milliarden Dollar, würde die Übernahme von Knorr die Position im Lebensmittelsektor weiter stärken. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Lebensmittelkonzerne durch sich wandelnde Verbrauchergewohnheiten und die Nachfrage nach gesünderen, spezialisierteren Produkten unter Druck geraten.
Mit dem möglichen Deal würde Knorr von Unilevers Portfolio in das wachsende Geschäft von McCormick übergehen. Sollte die Übernahme vollzogen werden, würde dies die Eigentumsverhältnisse einer der bekanntesten deutschen Lebensmittelmarken neu ordnen. Zudem könnte das Ergebnis weitere Veränderungen in Unilevers Umstrukturierungsplänen ankündigen.






