McDonald’s senkt Preise um 15 Prozent – doch nicht alle Gastronomen ziehen mit
Nadeschda HolzapfelMcDonald’s senkt Preise um 15 Prozent – doch nicht alle Gastronomen ziehen mit
Seit Januar gilt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Restaurantmahlzeiten. Während einige Betriebe die Preise senken, bleiben andere stabil. Die Änderung hat in der Gastronomiebranche unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.
Eugen Traber, Gastwirt in Bad Rappenau, wird die Preise für Pastagerichte um fast einen Euro reduzieren. Er möchte die Steuerersparnis direkt an die Kunden weitergeben. Doch nicht alle Unternehmen gehen diesen Weg.
McDonald’s hat angekündigt, ab Januar 2026 die Preise für fünf beliebte Menüs um über 15 Prozent zu senken. Betroffen sind das Happy Meal, drei McSmart-Menüs und das Big-Mac-Menü. Die Preisanpassungen gelten bundesweit für den Verzehr vor Ort, zum Mitnehmen und an der McDrive – und richten sich besonders an Familien und preisbewusste Gäste. Viele Gastronomen sehen die Mehrwertsteuersenkung jedoch eher als Möglichkeit, die Preise zu stabilisieren, statt sie zu reduzieren. Gestiegene Kosten, etwa durch den höheren Mindestlohn, haben den Steuervorteil für manche zunichtegemacht. Zudem gilt die Senkung nicht für Getränke und Kaffee, was ihre Wirkung auf die Gesamtkosten begrenzt. Ein spürbarer Preisrückgang beim Essen gehen bleibt daher oft aus. Die Betriebe reagieren unterschiedlich: Manche geben die Ersparnis weiter, andere nutzen sie, um ihre Ausgaben zu decken.
Für die Kunden bringt die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen gemischte Ergebnisse. Einige profitieren von niedrigeren Preisen – etwa bei Ketten wie McDonald’s oder in unabhängigen Restaurants wie dem von Traber. Andere werden kaum einen Unterschied merken, da die Betriebe die Steuersenkung gegen steigende Betriebskosten aufrechnen.