Medikamentenmissbrauch? Fahrer ohne Führerschein schlingert gefährlich über die B10
Nadeschda HolzapfelMedikamentenmissbrauch? Fahrer ohne Führerschein schlingert gefährlich über die B10
Ein 36-jähriger Autofahrer wurde am Montag von der Polizei angehalten, nachdem er auf der B10 unberechenbar unterwegs war. Augenzeugen berichteten, sie hätten gegen 8:20 Uhr einen Peugeot in der Nähe von Eislingen in Richtung Ulm gefährlich schlingern sehen. Besorgte Passanten alarmierten den Notruf und verfolgten das Fahrzeug, bis Beamte es in Kuchen stoppten.
Der Fahrer soll mehrfach riskante Spurwechsel vorgenommen und unkontrolliert über die Fahrbahn geschwankt sein. Bei der Befragung gab er an, wegen einer Erkrankung starke Medikamente eingenommen zu haben. Die Polizei bestätigte, dass ihm der Führerschein bereits entzogen worden war.
Nun soll eine Blutprobe klären, inwieweit die Medikamente seine Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt haben. In Baden-Württemberg wurden in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig Führerscheine eingezogen, Blutproben entnommen und Anzeigen gegen Fahrer erstattet, die aufgrund von Alkohol, Drogen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen als fahruntauglich eingestuft wurden. Die rechtlichen Konsequenzen reichten in solchen Fällen von Bußgeldern ab 500 Euro bis zu Fahrverboten von ein bis drei Monaten. In schweren Fällen wurden nach deutschem Recht sogar Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verhängt.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch. Die Behörden werden prüfen, ob die eingenommenen Medikamente die Fahrsicherheit des Mannes beeinträchtigt haben. Das Ergebnis wird über weitere rechtliche Schritte entscheiden.






