24 December 2025, 02:42

Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Ein Sicherheitssack ist im Bild zu sehen.

Meldungsereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Bei Stilllegungsarbeiten im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2, kam es zu einem kleineren Vorfall. Beim Entfernen von Betonträgern, die als Brandschutzbarrieren konzipiert waren, lösten sich versehentlich asbesthaltige Fugenabdichtungen. Der Vorfall wurde zwar als Routineereignis eingestuft, warf jedoch Fragen zur Sicherheitsplanung auf.

Das Problem trat während geplanter Transportarbeiten auf dem Gelände auf. Dabei stellte sich heraus, dass die Brandschutzfunktion der Träger für etwa einen Tag beeinträchtigt war. Dennoch blieben alle anderen Brandmelde- und Löschsysteme voll funktionsfähig.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde der betroffene Bereich umgehend geräumt und abgesperrt. Die Öffnung wurde provisorisch mit flammhemmender Folie abgedichtet. Der Vorfall erhielt die INES-Stufe 0, was bedeutet, dass er keine nennenswerten sicherheitstechnischen Auswirkungen hatte. Eine spätere Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die Arbeitsplanung verbessert werden könnte. Im Bericht wurde betont, dass in Fällen, in denen Arbeiten zum Schutz des Personals unterbrochen werden müssen, bessere Vorsorgemaßnahmen erforderlich sind.

Der Vorfall wurde in die Kategorie N eingestuft, die lediglich eine routinemäßige Meldung erfordert. Es wurden keine größeren Sicherheitsrisiken festgestellt, doch die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass für ähnliche Stilllegungsarbeiten strengere Kontrollen notwendig sind. Die Betreiber des Kraftwerks werden die Verfahren überprüfen, um künftige Vorfälle dieser Art zu vermeiden.