25 June 2026, 18:13

Mercedes-Benz ringt um Arbeitszeiten: 35-Stunden-Woche in der Diskussion

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz ringt um Arbeitszeiten: 35-Stunden-Woche in der Diskussion

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Arbeitszeiten anzupassen, da die Lohnkosten in Deutschland weiterhin hoch bleiben. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob eine Verlängerung der aktuellen 35-Stunden-Woche die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken könnte. Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter befinden sich derzeit in Gesprächen über mögliche Änderungen.

Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, setzt sich für längere Arbeitszeiten ein, um die Kosten zu senken. Er argumentiert, dass eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche notwendig sei, damit Mercedes-Benz global konkurrenzfähig bleibe. Das Unternehmen hat bestätigt, dass die Lohnkosten in Deutschland über den internationalen Standards liegen.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnt den Vorschlag ab. Er ist der Meinung, dass eine Ausweitung der Arbeitszeit wenig bringen würde, da einige deutsche Werke bereits unterausgelastet seien. Lümali besteht darauf, dass etwaige Änderungen bei Löhnen oder Arbeitszeiten nur in Absprache mit der IG Metall und dem Arbeitgeberverband erfolgen dürften, da die aktuellen Tarifverträge keine eigenständigen Verhandlungen zulassen.

Trotz der Vorschläge gibt es derzeit keine offiziellen Verhandlungen, um die 35-Stunden-Woche zu ändern. Mercedes-Benz prüft weiterhin andere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und steht im Austausch mit den Arbeitnehmervertretern.

Der Streit zeigt die Spannung zwischen Kostensenkung und Arbeitnehmerrechten bei Mercedes-Benz auf. Ohne Zustimmung der Gewerkschaften sind Änderungen bei Arbeitszeiten oder Löhnen unwahrscheinlich. Das Unternehmen muss einen Ausgleich zwischen Wettbewerbsfähigkeit und den bestehenden Tarifverträgen finden.

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