Mercedes-Benz vereinbart harten Sparkurs mit 91.000 Beschäftigten in Deutschland
Wenzel WeinholdMercedes-Benz vereinbart harten Sparkurs mit 91.000 Beschäftigten in Deutschland
Mercedes-Benz hat mit seinen Beschäftigten in Deutschland ein neues Sparprogramm vereinbart, um die Wettbewerbsfähigkeit nach einem Gewinnrückgang im Jahr 2024 zu stärken. Von den Maßnahmen betroffen sind rund 91.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Änderungen bei Gehältern, Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsbedingungen rechnen müssen.
Das Unternehmen plant, die Produktionskosten bis 2027 um etwa 10 Prozent und die Fixkosten um weitere 10 Prozent zu senken. Die Einsparungen sollen unter anderem durch Kürzungen bei den Vergütungen erzielt werden, darunter die Halbierung der Wirkung von Tariferhöhungen durch Anpassungen bei übertariflichen Zulagen. Die Grundgehälter von Vorstandsmitgliedern, Führungskräften und nicht gewerkschaftlich organisierten Teamleitungen bleiben 2025 zudem eingefroren.
Für Beschäftigte in indirekten Bereichen wurde ein Sozialplan eingeführt, zwingende Entlassungen sind jedoch nicht vorgesehen. Die bestehende Beschäftigungssicherungsvereinbarung, bekannt als "Zusi", wurde bis Ende 2034 verlängert. Allerdings endet die Gewinnbeteiligung für die Belegschaft 2025 unter den bisherigen Bedingungen.
Zu den Flexibilisierungsmaßnahmen gehört der verstärkte Einsatz von Leiharbeitnehmern in der Produktion. Das Unternehmen erhofft sich von diesen Schritten eine Steigerung der Effizienz, während gleichzeitig langfristige Arbeitsplatzsicherheit für die meisten Beschäftigten erhalten bleiben soll.
Die Änderungen spiegeln die Bemühungen von Mercedes-Benz wider, sich von finanziellen Rückschlägen zu erholen und die Marktposition zu festigen. Die Mitarbeiter müssen zwar Anpassungen bei Löhnen und Arbeitsbedingungen hinnehmen, doch die verlängerte Beschäftigungssicherung bietet bis 2034 Planungssicherheit. Der Konzern setzt weiterhin auf Kostensenkungen, ohne dabei betriebsbedingte Kündigungen vorzunehmen.






