29 January 2026, 22:50

Mercedes bleibt Stuttgart treu – trotz Lockrufen aus den USA unter Trump

Ein Mercedes-Händler mit parkenden Autos vor einem Metallzaun, Gras, einem Schild, Straßenlaternen, einer Gruppe von Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Mercedes bleibt Stuttgart treu – trotz Lockrufen aus den USA unter Trump

Vor fast einem Jahr hatte die Regierung unter Donald Trump den Automobilhersteller Mercedes-Benz gedrängt, seinen Hauptsitz von Stuttgart in die USA zu verlegen. Trotz attraktiver finanzieller Anreize lehnte der deutsche Konzern ab. Stattdessen entschied sich das Unternehmen, seine Aktivitäten in den USA auszubauen – während der Stammsitz in Deutschland bleibt.

Ende Januar 2026 traf der damalige US-Handelsminister Howard Lutnick mit Mercedes-Chef Ola Källenius zusammen. Die Trump-Administration schlug vor, den Firmensitz zu verlegen, und bot im Gegenzug erhebliche Steuererleichterungen sowie finanzielle Vorteile an. Der Vorstoß war Teil einer breiteren Handelspolitik der USA, die auch hohe Importzölle für ausländische Automobilhersteller umfasste.

Der deutsche Autokonzern zog einen Umzug aus Stuttgart jedoch nie ernsthaft in Betracht. Källenius machte deutlich, dass der Hauptsitz in Deutschland bleiben werde. Gleichzeitig betonte er die laufenden Investitionen in den USA, wo Mercedes bereits ein großes Produktionswerk in Tuscaloosa, Alabama, betreibt.

Anstatt den Standort zu verlegen, baut das Unternehmen seine Präsenz in den USA nun weiter aus. In Sandy Springs, Georgia, entsteht ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum. Zudem plant Mercedes, ab 2027 das Modell GLC in Tuscaloosa zu fertigen.

Mercedes-Benz bleibt Stuttgart als globalem Hauptsitz treu. Gleichzeitig wird die Expansion in den USA vorangetrieben – mit neuen Einrichtungen und Produktionslinien, die in den kommenden Jahren den Betrieb aufnehmen sollen. Die Entscheidung sichert die Unternehmensführung in Deutschland und stärkt gleichzeitig das US-Geschäft.