Mercedes setzt auf revolutionäre Kohlenstoff-Batterie in Rastatt
Mercedes-Benz hat sich für einen neuen Batterietyp in seinem Werk in Rastatt entschieden. Der Automobilhersteller wird dort das SolidFlow-System des Unternehmens CMBlu installieren – eine auf Kohlenstoff basierende Alternative zu herkömmlichen Lithium- und Vanadium-Batterien. Ziel des Projekts ist es, die Speicherkapazität für erneuerbare Energien am Standort bis 2025 deutlich zu erhöhen.
Die SolidFlow-Batterie ersetzt das teure Vanadium durch Kohlenstoff, senkt dadurch die Kosten und behält gleichzeitig ihre Leistungsfähigkeit bei. Im Gegensatz zu klassischen Redox-Flow-Batterien nutzt sie feste Stoffe in ihren Tanks, was die Energiedichte erhöht und den Platzbedarf für die Installation verringert.
Mercedes-Benz entschied sich für diese Technologie, um die Speicherkapazität über das hinaus zu erweitern, was Lithium-Batterien leisten können. Das 11-Megawattstunden-System wird mit den bereits vorhandenen Solaranlagen des Werks kombiniert und ermöglicht eine gespeicherte Energieversorgung von bis zu sechs Stunden. Eine spätere Skalierung ist ebenfalls möglich und entspricht den langfristigen Zielen des Unternehmens im Bereich erneuerbarer Energien.
CMBlu testet seine Technologie bereits an mehreren Standorten. Pilotprojekte laufen in Europa und den USA, darunter eine Zusammenarbeit mit dem Argonne National Laboratory. Das Unternehmen arbeitet zudem mit der WEC Energy Group in Wisconsin und dem Salt River Project in Arizona zusammen. 2018 erhielt sein organisches Flow-Batterie-Design den pv magazine Annual Award.
Die Installation im Werk Rastatt ist für das zweite Quartal 2025 geplant. Die SolidFlow-Batterie wird Mercedes-Benz dabei unterstützen, die Speicherung erneuerbarer Energien über längere Zeiträume hinweg auszubauen. Durch den Einsatz von Kohlenstoff statt Vanadium bietet das System eine kostengünstige und platzsparende Lösung. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt in der Expansion der Energiespeichertechnologie von CMBlu.






