Merz und Montenegro besiegeln neue Wirtschaftskooperation mit Portugal
Antonio SchleichMerz und Montenegro besiegeln neue Wirtschaftskooperation mit Portugal
Bundeskanzler Friedrich Merz treibt die Vertiefung der wirtschaftlichen und verteidigungspolitischen Beziehungen zu Portugal voran. Der Besuch des portugiesischen Ministerpräsidenten Luís Montenegro in Berlin hat den Rahmen für eine engere Zusammenarbeit abgesteckt. Beide Staatschefs betonten die Bedeutung des Ausbaus von Handel und digitalen Partnerschaften.
Im Rahmen der Gespräche verwies Merz auf die wachsende Nachfrage nach deutscher IT-Expertise in Portugal. Die Digitalisierungsminister beider Länder arbeiten bereits eng an Transformationsprojekten zusammen. Montenegro hob hervor, dass die portugiesischen Tech-Exporte im Jahr 2025 um 150 Prozent gestiegen seien – ein Wachstum, zu dem deutsche Unternehmen maßgeblich beigetragen hätten.
Ein weiteres zentrales Thema war die Ausweitung des Handels. Merz und Montenegro einigten sich auf die Notwendigkeit neuer Handelsabkommen, um die Wirtschaftskontakte mit Drittstaaten zu stärken. Der Kanzler sieht zudem großes Potenzial in einer engeren Kooperation zwischen der Lufthansa und der portugiesischen Fluggesellschaft TAP Air Portugal.
In der Verteidigungspolitik schlug Merz eine intensivere Zusammenarbeit vor, darunter auch eine mögliche Beschaffung des gepanzerten Fahrzeugsystems Boxer durch Portugal. Ein solches Vorhaben könnte die Integration der Streitkräfte beider Länder vorantreiben.
Die Gespräche zwischen Merz und Montenegro markieren einen Schritt hin zu engeren wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen. Neue Handelsvereinbarungen, Technologiepartnerschaften und Rüstungsprojekte stehen nun auf der Agenda. Beide Seiten wollen die Ergebnisse der Gespräche in den kommenden Monaten weiter vertiefen.






