Mieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Antonio SchleichMieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung der Modernisierungskosten
Der Präsident des deutschen Mieterbunds hat dringende Änderungen bei der Verteilung der Modernisierungskosten auf Mieter gefordert. Axel Gedaschko kritisiert, dass das aktuelle System einkommensschwache Haushalte unangemessen belastet. Stattdessen soll die Höhe der Beteiligung an Maßnahmen wie der Installation energieeffizienter Heizsysteme vom Einkommen der Mieter abhängen.
Derzeit dürfen Vermieter die Modernisierungskosten gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko betont, dass diese Praxis finanzielle Unterschiede ignoriert und zu ungerechten Belastungen führt. Als Beispiel nennt er eine alleinerziehende Mutter, die als Krankenschwester arbeitet und eine Grundmiete von 4,50 Euro pro Quadratmeter zahlt – sie muss dieselben Zusatzkosten tragen wie ein Doppelverdiener-Paar.
Stattdessen schlägt Gedaschko ein gestaffeltes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen sollen stärker an den Sanierungskosten beteiligt werden als Geringverdiener. Im Mittelpunkt der Debatte stehen vor allem klimafreundliche Heizungsmodernisierungen und andere Energiesparmaßnahmen.
Er appelliert an die regierende Union aus CDU/CSU und SPD, zügig zu handeln. Der Mieterbund-Chef besteht darauf, dass eine Reform notwendig ist, um finanzielle Überlastungen bei sozial schwachen Mietern zu verhindern.
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der energetische Sanierungen immer häufiger werden. Sollte das neue System eingeführt werden, würden sich die Kosten nach der Leistungsfähigkeit der Mieter richten. Nun müssen Vermieter und Politiker abwägen, welche Auswirkungen der Vorschlag auf Mieter und den Wohnungsmarkt hätte.






